Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.08.2011

11:13 Uhr

Wachstumsdaten

Italiens Wirtschaft schwächelt

Italiens Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 0,3 Prozent. Investoren haben mit mehr gerechnet. Das macht italienische Anleihen nicht attraktiver.

Premierminister Silvio Berlusconi muss schwache Wachstumsdaten. Quelle: AFP

Premierminister Silvio Berlusconi muss schwache Wachstumsdaten.

Die Wirtschaft des hoch verschuldeten Italiens kommt nur mühsam aus der Krise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zwischen April und Juni um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das italienische Statistik-Institut am Freitag in Rom mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet. Im ersten Quartal war das BIP um 0,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag das Wachstum im zweiten Quartal wie erwartet bei 0,8 Prozent.

Italien steht derzeit massiv im Fokus der Finanzmärkte und gilt als größter Wackelkandidat in der Euro-Schuldenkrise. Die Regierung in Rom stemmt sich gegen ein Überschwappen der Krise von Griechenland und Portugal, die bereits unter den Rettungsschirm schlüpfen mussten. Wegen des Vertrauensverlustes muss Italien Investoren für seine Staatsanleihen derzeit deutlich gestiegene Zinsen bieten: Das verteuert die Refinanzierung für die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone massiv und verschlechtert die Lage damit erneut.

Die Zinsen erreichen fast das Niveau, bei dem Länder wie Griechenland, Irland und Portugal die Segel strichen und auf Hilfen ihrer Euro-Partner zurückgriffen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×