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15.03.2012

00:46 Uhr

Wackelkandidat

Rehn lobt Spar-Politik Portugals

Portugal gilt in der Schuldenkrise als angeschlagen. EU-Währungskommissar Olli Rehn glaubt, dass das Land das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen kann. Er gab an, warum er optimistisch ist.

EU-Kommissar Rehn (l), Premier Coelho (r) AFP

EU-Kommissar Rehn (l), Premier Coelho (r)

Lissabon EU-Währungskommissar Olli Rehn hat Portugal Fortschritte bei seinen Sparanstrengungen bescheinigt und zugleich aufgefordert, trotz Rezession an seinen Zielen festzuhalten. Das südeuropäische Land sei auf dem Weg, seine finanzielle Situation umzukehren und das Vertrauen der Finanzmärkte zurückzugewinnen, sagte Rehn am Mittwoch zu Journalisten bei einem Besuch in Lissabon.

Das Sparprogramm und die Wirtschaftsreformen seien „überzeugend“ und „werden mit einem guten Tempo umgesetzt“, sagte Rehn. Nach einem Treffen mit Ministerpräsident Pedro Passos Coelho und Finanzminister Vitor Gaspar erklärte Rehn, um das anvisierte Defizit von drei Prozent der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr zu erreichen, müsse Portugal 2012 die Vorgabe der Geldgeber von 4,5 Prozent erreichen.

Rehn betonte, Portugal sei ein anderer Fall als Griechenland - das eine unmittelbare unkontrollierte Pleite nur mit einem Schuldenschnitt in historischen Ausmaß abwenden konnte. Portugal, das bereits am Finanztropf seiner Euro-Partner und des IWF hängt, gilt in der Schuldenkrise als Wackelkandidat. An den Finanzmärkten wird über einen weiteren Hilfsbedarf spekuliert.

Das Nachbarland Spanien sorgte jüngst für Unruhe, indem es sich von dem gesetzten Defizitziel für dieses Jahr verabschiedete.

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