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08.09.2012

01:52 Uhr

Wählergunst

Obama hängt Romney ein bisschen ab

Im Rennen um die US-Wählerstimmen hat Barack Obama knapp die Nase vorn: Umfragen zufolge war der Parteitag der Demokraten ein Erfolg. Wer das Interesse per Twitter misst, stößt auf einen noch größeren Vorsprung.

US-Präsident Barack Obama hat seinen Rivalen Mitt Romney erneut überholt. Reuters

US-Präsident Barack Obama hat seinen Rivalen Mitt Romney erneut überholt.

Washington/Los AngelesDer Nominierungsparteitag der US-Demokraten hat Präsident Barack Obama ersten Umfragen zufolge Auftrieb gegeben. Laut einer Gallup-Umfrage liegt Obama mit 48 Prozent der Wählerzustimmung vorn. Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney komme lediglich auf 45 Prozent, teilte das Institut einen Tag nach Ende des Demokratenparteitags am Freitag mit.

Eine zweite Umfrage bestätigt den Trend: Nach einer ebenfalls am Freitag veröffentlichten Erhebung von Reuters/Ipsos liegt Obama mit 46 Prozent vor Mitt Romney mit 44 Prozent. Am Vortag hatte noch der Republikaner mit einem Prozentpunkt geführt.

Die Umfrage dürfte allerdings hauptsächlich Amerikaner erfassen, die zwar die Rede von Ex-Präsident Bill Clinton am Mittwoch gehört hatten, jedoch noch nicht Obamas eigene Ansprache am späten Donnerstagabend. Auch die Reaktion auf die enttäuschenden Zahlen zum Arbeitsmarkt vom Freitag sind darin nicht erfasst.

Die Ipsos-Meinungsforscherin Julia Clark erklärte, aus der Umfrage könne jedoch bereits geschlossen werden, dass der dreitägige Parteitag der Demokraten in North Carolina Obama geholfen habe. Es bleibe dabei, dass das Rennen zwischen Obama und Romney vermutlich bis zur Wahl Anfang November sehr knapp sein werde.

Normalerweise erhalten die Kandidaten nach ihren jeweiligen Nominierungsparteitagen einen mitunter erheblichen Popularitätsschub. Allerdings musste Romney jüngst eine Enttäuschung hinnehmen. Sein Parteitag vergangene Woche brachte ihm nichts ein. Laut einer Gallup-Studie vom vergangenen Dienstag lag Obama sogar um 47 zu 46 Prozent vorn. Beide Politiker liefern sich bereits seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

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Obamas Rede war nach Daten von Nielsen von mehr als 35,7 Millionen US-Bürgern live am Fernseher verfolgt worden. Das sind etwas mehr als zehn Prozent der Bevölkerung. Die Rede vor vier Jahren hatten 38,4 Millionen gesehen. Die Ansprache von Romney auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner vor einer Woche zog 30,3 Millionen Menschen an.

Obama stellte am Donnerstag zudem einen Twitter-Rekord auf: Direkt nach dem Ende seiner Rede wurden 52.756 Tweets (Textbotschaften) pro Minute dazu registriert. Insgesamt löste der letzte Parteitag der Demokraten vier Millionen Tweets aus, etwa so viele wie das gesamte Treffen der Republikaner.

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