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14.09.2012

07:48 Uhr

Währungsfragen

Romney poltert gegen China

Für Mitt Romney ist China ein „Währungsmanipulator“. Das Land halte den Yuan niedrig, um Waren billiger anbieten zu können. Als Präsident würde er das ändern. Doch vor lauter Wahlkampf vergisst er eigene Versäumnisse.

Mitt Romney bei einem Wahlkampf-Auftritt. AFP

Mitt Romney bei einem Wahlkampf-Auftritt.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat für den Fall eines Wahlsiegs eine härtere Gangart gegenüber China in Währungsfragen angekündigt. China halte seine Währung künstlich niedrig, um Waren billiger anbieten zu können und das vernichte Jobs in den USA, sagte er am Donnerstag bei einem Auftritt im Bundesstaat Virginia. US-Präsident Barack Obama habe es "Jahr für Jahr versäumt, China als Währungsmanipulierer zu brandmarken". Er selbst werde das am ersten Tag seiner Amtszeit tun, wenn er gewählt werde, sagte Romney.

Das US-Finanzministerium hielt sich mit derlei öffentlicher Kritik bislang zurück, um einen handfesten Handelsstreit zu verhindern. Finanzminister Timothy Geithner setzte indes auf den diplomatischen Weg, um China zu einer Aufwertung des Yuan gegenüber dem Dollar zu bewegen. Der aktuellen US-Regierung war zudem stets an einer funktionierenden Zusammenarbeit mit der aufstrebenden Wirtschaftsnation bei Themen wie Nordkorea, dem Iran und dem Klimawandel gelegen.

Obamas Wahlkampfteam reagierte prompt auf die Äußerungen Romneys. Wenn es dem Republikaner wirklich daran gelegen wäre, China zur Rechenschaft zu ziehen, hätte er eine Entscheidung Obamas im Jahr 2009, in China produzierte Reifen mit Strafzöllen zu belegen, nicht kritisiert, sagte Wahlkampfsprecherin Lis Smith. Er habe zudem selbst Steuerpläne präsentiert, die zu mehr Jobs im Ausland führen könnten - darunter in China.

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