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19.12.2011

17:47 Uhr

Währungskrise

Schweizer Notenbank glaubt an den Euro

Laut Notenbank-Chef Philipp Hildebrand wird die Gemeinschaftswährung trotz ihrer historischen Krise Bestand haben. Nach Jahren der Sünde müsse die Euro-Zone aber wieder zu einer Stabilitätsunion werden.

Der Euro: Keine Währung von gestern, glaubt die Schweizerische Nationalbank. ap

Der Euro: Keine Währung von gestern, glaubt die Schweizerische Nationalbank.

ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) ist fest vom Weiterbestand des Euro überzeugt. „Wir gehen auf jeden Fall davon aus, dass der Euro bleibt und auch die Eurozone Bestand haben wird“, sagte SNB-Präsident Philipp Hildebrand am Montag in der Sendung „ECO“ des Schweizer Fernsehens. Die Eurozone müsse aber wieder zu einer Stabilitätsunion zurückkehren. Das sei auch im Interesse der Schweiz. „Wenn es Europa gut geht, dann ist es auch gut für die Schweiz“, sagte Hildebrand. Die Rückkehr zu stabilen Verhältnissen werde aber ein langer und harter Weg sein. „Die letzten zehn Jahre waren Jahre mit vielen Sünden.“

Den Anfang September eingeführten Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken wird die SNB nach Hildebrands Worten weiterhin mit allen ihr zu Verfügung stehenden Mitteln verteidigen. Bisher ist des den Schweizer Währungshütern gelungen, die Devisenmarkt-Teilnehmer von ihrem Vorhaben zu überzeugen und der Euro notierte seitdem über der Zielmarke. Die SNB musste nach Ansicht von Experten nicht einmal mit großen Summen im Devisenmarkt intervenieren. Wie die SNB im Einzelnen vorgeht, wollte Hildebrand in der Sendung nicht erläutern, die am Montagabend ausgestrahlt wird.

Dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Schweizer Kollegen zum Vorbild nehmen und analog zum Euro-Mindestkurs der SNB für die Zinsen auf dem Euro-Anleihenmarkt eine Grenze setzen könnte, hielt Hildebrand nicht für möglich. Für ein solches Zinsziel habe die EZB keinen gesetzlichen Auftrag. „Wenn sich die EZB nicht an den gesetzlichen Auftrag halten würde, würde das letztlich ihre Glaubwürdigkeit unterminieren“, sagte er.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

19.12.2011, 18:30 Uhr

War sicher ein Versehen von Handelsblatt, auch mal was positives und ruhiges zu bringen, oder?
Oder ist der Chef nicht da?

We-are-99-Prozent

19.12.2011, 21:19 Uhr

Tja, HB ohne Negativ und ohne Lästern???

Und womit werden jetzt all die rentner, Sozailschmarotzer und H4-Leser versorgt ?

Charly

19.12.2011, 21:29 Uhr

um den frankenkurs zu stabilisieren muss die schweizer notenbank grosse mengen an franken "drucken" um euros zu kaufen.
man hofft natürlich dass der euro sich stabilisiert.
sollte der euro aber zusammenkrachen wird die schweiz grossen schaden nehmen. deshalb propagiert die schweizer notenbank natürlich einen stabilen euro :-)

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