Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.11.2012

00:32 Uhr

Währungsunion

Niederlande fordern Chance für Euroausstieg

Ist der Euro noch glaubwürdig? Der niederländische Ministerpräsident pocht darauf, dass mehr für die Sicherheit der Gemeinschaftswährung getan wird. Wer sich nicht an die Regeln hält, solle austreten - nach neuen Regeln.

Der niederländlische Premierminister Mark Rutte möchte, dass EU-Länder sich vom Euro verabschieden können. AFP

Der niederländlische Premierminister Mark Rutte möchte, dass EU-Länder sich vom Euro verabschieden können.

MünchenDie Niederlande fordern verstärkte Anstrengungen, um den Euro sicherer zu machen. "Als Nation von Händlern und Exporteuren sind wir auf eine stabile Währung angewiesen", sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Donnerstag der "Süddeutschen Zeitung" und drei weiteren europäischen Blättern.

Für die gemeinsame Währung sei es "überlebenswichtig, dass sich alle Euro-Länder an die Versprechen halten, die sie gegeben haben, als sie die Währung einführten. Nur so ist der Euro glaubwürdig. Unser Ziel sollte es sein, den Euro zu stärken, glaubwürdiger zu machen und den Dollar als Weltwährung zu attackieren."

Hält sich ein Land nicht an die Regeln, soll es Rutte zufolge künftig über eine neue Ausstiegsklausel die Währungsunion wieder verlassen können. "Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Eurozone verlassen darf, falls es das wünscht. Im Moment geht das nicht, da kann ein Land den Euro nur abgeben, wenn es die Europäische Union verlässt. Wir müssten also die Verträge korrigieren, um das zu ändern."

Rutte sprach sich zugleich gegen ein föderales Europa aus. Eine politische Union mit einer Art Regierung lehne er ab. "Ich glaube an ein Europa der Nationalstaaten, die eng zusammenarbeiten in Bereichen, in denen sie gemeinsame Interessen haben wie Währung, Einwanderung, Grenzen. Überall dort, wo es uns Vorteile bringt."

Von

dapd

Kommentare (31)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Finnland-Niederlande-Oestereich

30.11.2012, 00:54 Uhr

Die historische Erfahrung zeigt, Währungsunionen zerbröseln an den Rändern.
Dabei sind es nicht die wirtschaftlich chronisch Fußkranken, die als Erste die gemeinsame Währung aufgeben.
Es sind vor allem die kleineren, reicheren Länder, die zuerst die Nase voll haben und die Währungsunion verlassen.

Account gelöscht!

30.11.2012, 01:00 Uhr

"...und den Dollar als Weltwährung zu attackieren."

Tja Marc Rutte, da kämpfst Du auf verlorenem Posten:

Der Dollar gehört der FED, die Privatbank FED gehört vier Familien - und diesen gehören bösartiger Weise auch die Nachrichtenagenturen Reuters & AP.

Wert der Währung = Vertrauen
Vertrauen = Meinung
Meinung = Reuters / AP

Der Moment wird kommen, wo die Reuters-Knaller den Daumen senken und den bisherigen medialen Feldzug gegen Griechenland/PIGS auf die EZB und somit den Euro als ganzes umlenken.

Ludwig500

30.11.2012, 01:03 Uhr

Natürlich hätte man eine Rausschmiss-Klausel in die EU-Verträge aufnehmen müssen. Allerdings hat man das wohlweisslich unterlassen, die EU war ja als 1000-jähriges Volksversaklavungsinstruiment geplant.

Jetzt ist es zu spät. Ohne mindestens 10 Milliarden Tonnen Gold Abfindung werden der Griechen keiner Rausschmissklausel zustimmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×