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18.02.2015

00:52 Uhr

Waffenexporte

USA wollen Verbündeten Kampfdrohnen verkaufen

Neue Regeln für Waffenexporte: Die USA wollen künftig bewaffnete Militärdrohnen an Partnerländer und Verbündete liefern. Regierungen, die bestimmte Kriterien erfüllen, können so unbemannte Fluggeräte erwerben.

Gelockerte Regulierungen: Die USA wollen Partnerländer mit Kampfdrohnen ausstatten. ap

Unbemannte Drohne

Gelockerte Regulierungen: Die USA wollen Partnerländer mit Kampfdrohnen ausstatten.

WashingtonIm Kampf gegen den Terrorismus wollen die USA nun auch Kampfdrohnen an verbündete Staaten liefern. Das US-Außenministerium lockerte am Dienstag nach langer Prüfung die Richtlinien für Waffenexporte. Die Vereinigten Staaten seien der weltweite "Technologieführer" bei Kampfdrohnen, hieß es. Angesichts der wachsenden Rüstungsgeschäfte in diesem Bereich müsse Washington dafür sorgen, dass Export und Einsatz von unbemannten Kampfflugzeugen mit seinen außen- und sicherheitspolitischen Interessen sowie "mit US-Werten und internationalen Standards" übereinstimmten.

Der Export von Kampfdrohnen an ausgewählte Verbündete werde "von Fall zu Fall" entschieden, erklärte das Außenministerium. Mögliche Abnehmer der Drohnen nannte das Ministerium nicht. Nach Informationen der "Washington Post" sollen Italien, die Türkei sowie die Golfmonarchien Interesse haben. Bislang habe Washington lediglich an den engen Partner Großbritannien unbemannte Kampfflugzeuge geliefert, berichtete die US-Zeitung. Weltweit stellen neben den USA nur wenige Länder Kampfdrohnen her, darunter Israel und China.

Die US-Streitkräfte setzen die unbemannten Kampfflugzeuge aktuell gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien ein. Außerdem fliegen sie Drohnenangriffe auf Anhänger und Verbündete des Terrornetzwerks Al-Kaida in Pakistan und Afghanistan sowie im Jemen und in Somalia. Vor allem im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet wurden bei den Angriffen in der Vergangenheit auch immer wieder Zivilisten getötet. Menschenrechtsaktivisten kritisieren außerdem, dass der Einsatz von Kampfdrohnen gegen Terrorverdächtige einer Hinrichtung ohne Gerichtsverfahren gleichkomme.

Kommentare (2)

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Herr Old Harold

18.02.2015, 12:28 Uhr

Die Geschichte lehrt uns:Expansionswütige Diktatoren

Herr Old Harold

18.02.2015, 12:32 Uhr

...lassen sich nur mit Waffengewalt stoppen. Das gilt besonders für Kleinwüchsige, wie Alexander, Napoleon, usw., die schwere, psychische Schäden haben. Drohnen sind daher ein adäquates Mittel, um zwar diese Psychopathen, nicht aber ganze Völker auszulöschen.

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