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15.06.2017

10:36 Uhr

Waffengeschäfte

Pentagon verkauft Kampfjets an Katar

Bereits im vergangenen November hatte das US-Außenministerium einem Waffenverkauf an Katar zugestimmt. Nun besiegelte das Pentagon den Milliardendeal mit dem Golf-Emirat – mitten in einer Krise am Golf.

Das Objekt der Begierde: Ein US-amerikanischer F-15-Kampfjet beim Abflug. Reuters

F-15 Kampfjet

Das Objekt der Begierde: Ein US-amerikanischer F-15-Kampfjet beim Abflug.

WashingtonDie USA verkaufen Katar ungeachtet der politischen Krise am Golf Kampfflugzeuge vom Typ F-15. Mit dem Verkauf werde die Zusammenarbeit zwischen den USA und dem Golf-Emirat verstärkt, teilte das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mit.

Verteidigungsminister Jim Mattis und sein katarischer Amtskollege Chalid al-Attija hätten auch über den Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat gesprochen. Auch die Spannungen am Golf seien Thema gewesen. Erst am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump Katar vorgeworden, den Terrorismus zu unterstützen und die Isolierung Katars als persönlichen Erfolg bewertet.

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Katar droht eine lang anhaltende Krise, die auch die deutsche Wirtschaft treffen kann. Der Kampf um das reichste Land der Welt eskaliert auch wegen persönlicher Machtkämpfe, der märchenhafte Aufstieg ist vorerst beendet.

Katar erklärte, ein entsprechender Vertrag mit einem Volumen von zwölf Milliarden Dollar sei unterzeichnet worden. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge handelt es sich um insgesamt 36 Maschinen. Hersteller Boeing lehnte eine Stellungnahme ab. Im November hatten die USA dem Verkauf von bis zu 72 Maschinen des Typs F-15QA an Katar mit einem Volumen von 21,1 Milliarden Dollar zugestimmt.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten haben die Beziehungen zu Katar eingestellt und Wirtschaftssanktionen verhängt. Sie werfen dem Land Terrorunterstützung vor. Das Emirat weist die Anschuldigungen zurück und wird seinerseits vom Iran und der Türkei unterstützt.

Die USA unterhalten in Katar einen wichtigen Militärstützpunkt. Aus der Regierung in Washington kamen dagegen gemischte Signale: Während sich Trump hinter die Forderungen stellte, Katar müsse die Terrorfinanzierung einstellen, rief Außenminister Rex Tillerson zur Mäßigung auf.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Herr Old Harold

15.06.2017, 12:25 Uhr

Der Terrorfinanzier Katar erhält US-Kampfflugzeuge, um diese ggf. an den IS abgeben zu können.

Über der arabischen Halbinsel werden dann US-Kampfjets gegen US-Kampfjets kämpfen.

Was soll´s ?

"Jobs. Jobs. Jobs!"

(Uschi sollte sich mit dem Umzug und der Reaktivierung unserer Soldaten sehr, sehr, sehr viel Zeit lassen!)

Herr Peter Spiegel

15.06.2017, 14:12 Uhr

Herr Trump hat wieder zugeschlagen und den Arabern das Geld aus den Tachen geleiert. Aus Deutschland gibt es Entwicklungshilfe und die Amis kassieren,
das ist eben der Unterschied.

Herr Heinz Keizer

15.06.2017, 15:55 Uhr

Die USA liefern Waffen an Saudi-Arabien und Katar, die Russen an Syrien und Iran usw. Sie machen damit gute Geschäfte (Deals) zu Lasten der Toten, Verwundeten und Flüchtlinge in der Region und auch z.L. Deutschlands, das aber Milliarden für Flüchtlinge aufwenden muß. Frau Merkel sollte diesen netten Leuten in Washington und Moskau mal die Gegenrechnung aufmachen. Wenn ich weiß, dass jemand mit einer Waffe, die ich ihm besorge, einen (in dem Fall viele) umbringen will, dann ist das Beihilfe zum Mord (in dem Fall Massenmord).

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