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28.03.2017

23:17 Uhr

Waffenlieferung zugesagt

Putin schenkt Serbien Kampfjets und Panzer

Serbien möchte gerne in die EU. Noch pflegt das Land aber seine traditionelle Beziehung zu Russland. Dessen Präsident Putin will verhindern, dass die Balkanstaaten sich der Nato anschließen – und findet ein Bindemittel.

Eine MiG-29 bei einer Feier der russischen Luftwaffe: Eine ganze Reihe dieser Kampfjets hat Russland den Serben versprochen. AP

Russisches Kampfflugzeug

Eine MiG-29 bei einer Feier der russischen Luftwaffe: Eine ganze Reihe dieser Kampfjets hat Russland den Serben versprochen.

BelgradDer russische Präsident Wladimir Putin hat Serbien die baldige Lieferung von Dutzenden Kampfflugzeugen und Panzern aus Reservebeständen seiner Streitkräfte zugesagt. Wie der serbische Verteidigungsminister Zoran Djordjevic am Dienstag mitteilte, muss Serbien für die 29 MiG-29-Kampfjets, 30 T-72.Kampfpanzer und 30 gepanzerte Fahrzeuge vom Typ BRDM-2 nichts zahlen.

„Der Präsident der Russischen Föderation hat gesagt, er werde den Erlass (zur Freigabe der Waffenlieferung) unterzeichnen, und wenn das geschehen ist, werden wir entsprechend handeln“, sagte Djordjevic. „Wir warten darauf, dass der Prozess in Russland abgeschlossen wird und werden dann sehen, wie die Ausrüstung nach Serbien geliefert wird.“

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Der Deal sei bei einem Besuch des serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vucic am Montag in Moskau vereinbart worden. Ganz ohne Kosten geht es für Serbien nicht ab, da Djordjevic eine „vollständige Modernisierung und Instandsetzung“ der Waffensysteme ankündigte.

Dies werde in Serbien von russischen Technikern gemacht. Experten schätzen, allein die Aufarbeitung der Kampfjets werde Serbien an die 200 Millionen Euro kosten.

Serbien befindet sich in EU-Beitrittsverhandlungen, unterhält aber auch traditionell enge Beziehungen zu Russland. Moskau will vor allem erreichen, dass sich Serbien und andere Balkanstaaten nicht der Nato anschließen.

Von

ap

Kommentare (1)

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Herr Tomas Maidan

31.03.2017, 16:47 Uhr

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