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12.05.2015

15:48 Uhr

Waffenlieferungen an Israel

„Deutschland muss Israel besonders unterstützen“

Israel kauft vier Kriegsschiffe aus Deutschland. Das Land erhält außerdem sechs U-Boote, die mit Atomwaffen bestückt werden können. Die Kanzlerin rechtfertigt die umstrittenen Waffenlieferungen mit der Geschichte.

Die ersten Waffenlieferungen von Deutschland an Israel gab es schon in den 1950er Jahren. ap

Kanzlerin Angela Merkel

Die ersten Waffenlieferungen von Deutschland an Israel gab es schon in den 1950er Jahren.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die umstrittenen Waffenlieferungen an Israel mit Deutschlands besonderer Verantwortung gegenüber dem jüdischen Staat verteidigt. Zum 50-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sagte Merkel am Dienstag in Berlin: „Wir glauben, dass Deutschland Israel besonders unterstützen muss.“

Zugleich sprach sie sich für eine Nahost-Friedenslösung mit einem eigenen Palästinenserstaat aus. „Wir wollen, dass alle dort friedlich miteinander leben.“ Merkel begründete die Waffenlieferungen in einer Diskussion mit Schülern damit, dass Israel sich gegen Angriffe verteidigen können müsse.

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„Und weil wir glauben, dass Deutschland Israel besonders unterstützen muss. Das nationalsozialistische Deutschland hat sechs Millionen Juden umgebracht. Die Juden waren sehr froh, dass sie nach dem Zweiten Weltkrieg einen Staat bekommen haben und damit eine Zuflucht. Aus dieser Verantwortung heraus machen wir das.“

Deutschland und Israel hatten am 12. Mai 1965 diplomatische Beziehungen aufgenommen, zwei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die ersten Waffenlieferungen gab es schon in den 1950er Jahren. Erst am Montag wurde ein Vertrag zum Kauf vier deutscher Kriegsschiffe im Wert von 430 Millionen Euro unterzeichnet. Israel erhält aus Deutschland auch insgesamt sechs U-Boote, die mit Atomwaffen bestückt werden können.

Das Jubiläum wird in beiden Ländern gefeiert. Der israelische Präsident Reuven Rivlin ist bis Mittwoch zu Besuch in Deutschland. Am Dienstag standen Treffen mit Merkel, Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) auf dem Programm. Am Abend gibt es in der Philharmonie einen Festakt. Parallel dazu war am Dienstag Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Israel zu Gast.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Franz Paul

12.05.2015, 16:19 Uhr

Zahlt Israel denn für diese Schifflein auch was?

Herr C. Falk

12.05.2015, 17:21 Uhr

Na ja, die Korvetten, die von Thyssen- Krupp nach Israel geliefert werden, dienen erklärter Weise der Absicherung der Gasvorkommen im Mittelmeer.

Zu gut einem Drittel werden sie von der Bundesrepublik Deutschland finanziert, zudem verpflichtet man sich israelische Waffen im Gegenzug abzunehmen.

Herr Holger Klekar

12.05.2015, 19:24 Uhr

Da würden sich die Griechen auch darüber freuen auf ewig Geld, Waffen und Komplizenschaft bei ethischen Säuberungen in Palästina zu erhalten.

Siehe auch
http://www.juedischeallgemeine.de/article/view/id/22216
GRIECHENLAND
Der Not gehorchend
Jüdische Gemeinden machen Forderungen geltend
und
http://www.juedischeallgemeine.de/article/view/id/22081
ELITESOLDAT
Im Dienst
Anshel H. stammt aus Düsseldorf. Seit eineinhalb
Jahren gehört er der Golani-Einheit an

Ein Einzelfall? Wohl kaum. Bis nach Südafrika weisen die Spuren.

Wurde nicht gesagt, wer in einer fremden Armee dient, der verliert die deutsche Staatsangehörigkeit?

Wie viele Pässe haben viele Juden? 2, 3,4
Aber alle Juden haben lt. persönlich bekannten Juden/innen nur eine wirkliche Staatsangehörigkeit.
Jüdisch-israelisch, und die Loyalität gehört nur den Juden und Israel.
Egal wie viele Pässe man hat. Man dient nur den Juden und Israel.
Und wir Juden können hier in der BRD machen was wir wollen.
So die lachenden Aussagen der "Bekannten und Kollegen".

War nicht Merkels Großvater ein Pole ...., der gegen Deutschland kämpfte?
Angela Dorothea Kasner Merkel und die Karzmirzak - oder so.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/merkels-polnische-wurzeln-grossvaters-krieg-12124653.html

Einfach weiter forschen und staunen.

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