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27.01.2004

16:53 Uhr

Waffenstillstand mit Rebellen ausgeschlossen

Indien setzt Friedensgespräche mit Pakistan fort

Die beiden verfeindeten Atommächte Indien und Pakistan nehmen ihre Friedensverhandlungen wieder auf. Vor zweieinhalb Jahren hatten sie die Gespräche abgebrochen.

HB ISLAMABAD/NEU DELHI. Beide Seiten einigten sich nach Regierungsangaben auf ein Treffen vom 16. bis 18. Februar in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Als höchste Repräsentanten werden die Außenamtsstaatssekretäre beider Länder teilnehmen. Bei den Verhandlungen soll es auch um das geteilte Kaschmir gehen, das beide Länder für sich beanspruchen.

Der indische Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee und der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hatten die Wiederaufnahme der Gespräche überraschend am Rande des Südasien-Gipfels Anfang des Monats in Islamabad vereinbart. Verhandlungen im indischen Agra waren im Jahr 2001 gescheitert. Noch vor einem Jahr standen die Nachbarländer kurz vor einem erneuten Krieg.

Seit Ende November gilt an der Demarkationslinie in Kaschmir ein Waffenstillstand zwischen den Truppen Indiens und Pakistans. Bei seinem ersten Besuch dort schloss Vize-Ministerpräsident Lal Krishna Advani am Dienstag allerdings einen Waffenstillstand mit den weiterhin im indischen Teil Kaschmirs kämpfenden Separatisten aus. Advani führt die vor kurzem begonnenen Verhandlungen der indischen Regierung mit gemäßigten Separatisten in der Unruheregion.

Indien und Pakistan haben seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um Kaschmir. Seit Mitte des vergangenen Jahres haben sich die Beziehungen allerdings spürbar entspannt.

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