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15.05.2014

10:57 Uhr

Wahl in Afghanistan

Entscheidung fällt zwischen Abdullah und Ghani

Das amtliche Endergebnis der Wahl in Afghanistan ist veröffentlicht, die Wahlbetrugsermittlungen sind abgeschlossen: Der frühere Außenminister Abdullah und der ehemalige Weltbank-Ökonom Ghani treten zur Stichwahl an.

Abdullah Abdullah: Er sicherte sich in der ersten Wahlrunde am 5. April 45 Prozent der Stimmen. ap

Abdullah Abdullah: Er sicherte sich in der ersten Wahlrunde am 5. April 45 Prozent der Stimmen.

KabulNach dem Abschluss der Ermittlungen zu möglichem Wahlbetrug hat die afghanische Wahlkommission das amtliche Endergebnis veröffentlicht. Sie bestätigte am Donnerstag in Kabul das vorläufige Ergebnis, wonach es zu einer Stichwahl zwischen dem früheren Außenminister Abdullah Abdullah und dem ehemaligen Weltbank-Ökonomen Aschraf Ghani kommen wird.

Abdullah sicherte sich demnach in der ersten Wahlrunde am 5. April 45 Prozent der Stimmen, Ghani kam auf 31,6 Prozent. Dies entspricht weitgehend den Ende April verkündeten vorläufigen Ergebnissen. Die Wahlkommission hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Betrugsvorwürfe untersucht.

Der Aufstieg und Fall von Mohammed Mursi

4. November

In Kairo beginnt der Strafprozess gegen Mursi. Anhänger haben im Vorfeld zu Protesten aufgerufen.

28. und 29. Oktober

Mursi lehnt eine Woche vor Beginn des Prozesses gegen ihn die Rechtmäßigkeit des Gerichts ab. Einen Tag später platzt ein Prozess gegen die Führungsriege der Muslimbrüder wegen Anstiftung zum Mord. Die Richter erklären sich für befangen.

4. Oktober

Muslimbrüder beginnen dreitägige Proteste gegen Mursis Entmachtung, in Ägypten werden dabei mehr als 50 Menschen getötet.

23. September

Ein Gericht in Kairo erklärt die Muslimbruderschaft und alle Ableger der Organisation für illegal.

19. August

Die Staatsanwaltschaft leitet gegen Mursi Ermittlungen wegen Verantwortung für die Tötung von Demonstranten im Dezember 2012 ein. Später folgt eine Anklage wegen Beleidigung der Justiz.

14. August

Bei der Räumung von Protestlagern mit Tausenden Mursi- Anhängern gibt es nach Regierungsangeben mehr als 600 Tote. Eine Verhaftungswelle hochrangiger Muslimbrüder setzt ein.

8. August

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan fordern Zehntausende Islamisten die Wiedereinsetzung Mursis.

3. August

Die Muslimbrüder bestehen darauf, dass Mursi wieder als Präsident eingesetzt wird.

26. und 27. Juli

Mursi wird des Landesverrats beschuldigt und kommt in Untersuchungshaft.

3. und 4. Juli

Nach den Massenprotesten setzt das Militär Mursi ab und stellt ihn unter Arrest. Der oberste Verfassungsrichter Adli Mansur wird Übergangspräsident. Mursi-Anhänger beginnen einen Dauerprotest.

30. Juni

Eine Unterschriftenkampagne der Initiative „Tamarud“ (Rebellion), mit der Mursi zum Rücktritt gezwungen werden soll, gipfelt in Massenprotesten Hunderttausender.

2. Juni

Das oberste Verfassungsgericht verkündet, dass die von Mursi durchgeboxte Verfassung unter nicht gesetzeskonformen Umständen zustande gekommen ist.

29. November 2012

Im Eilverfahren peitscht das von Islamisten dominierte Verfassungskomitee Mursis Entwurf einer neuen Verfassung durch. In Massenprotesten demonstriert die Opposition gegen eine schleichende Islamisierung.

24. Juni 2012

Die Wahlkommission erklärt den Kandidaten der Muslimbruderschaft, Mohammed Mursi, zum Sieger der Präsidentenwahl. Quelle: dpa

Die Stichwahl soll am 14. Juni stattfinden. Ursprünglich war die Abstimmung für den 28. Mai vorgesehen. Einige vertrauliche Dokumente für die zweite Wahlrunde seien jedoch bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban zerstört worden, sagte der Leiter der Wahlkommission, Ahmed Yusuf Nuristani. Es dauere, diese Materialien wiederzubeschaffen.

Elf Tage vor dem Beginn der Präsidentenwahl in Ägypten haben am Donnerstag die Wahllokale für Ägypter im Ausland geöffnet. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Donnerstag in Kairo, die Wähler hätten in 124 Staaten vier Tage lang die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Vor einigen Botschaften sowie Konsulaten in Australien und den arabischen Golfstaaten bildeten sich am Morgen lange Warteschlangen.

Bei der Wahl, die in Ägypten am 26. Mai beginnt, treten nur zwei Kandidaten an: Der ehemalige Verteidigungsminister Abdul Fattah al-Sisi und Hamdien Sabahi, der von einigen linken Parteien unterstützt wird. Sabahi ist nach Einschätzung ägyptischer Medien nahezu chancenlos. Die Militärführung hatte im Juli 2013 nach Massenprotesten den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mursi abgesetzt. Der Islamist steht inzwischen wegen verschiedener Vergehen vor Gericht.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

15.05.2014, 11:19 Uhr

Mann kann diesem schönen Land nur wünschen, dass es radikal und nachhaltig mit den Islamisten aufräumt.

Leider ist der Schah von Persien ein mega-Weichei gewesen und so kamen die Islamisten dort an die Macht. Der Islam ist nun einmal eine Religion, die von Eroberern und Kriegstreibern gerne genommen wird.

Ägypten, wie auch der Iran sind KEINE Araber. Sie sollten die Islamisten aus dem Land werfen, bevor die sich wieder so breit machen, wie derzeit im Iran.

Ich wünsche den neuen Regierungen dort die Weitsicht, dass ie mit aller Härte gegen das Islamisten vorgehen und keine Gnade mit diesen Blutsaugern haben. Besser jetzt ein paar tausend Islamisten in ihren Himmel begleiten, als dass später ein ganzes Land darunter leiden muss.

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