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07.02.2017

16:38 Uhr

Wahl in Frankreich

Le Pen greift konservativen Konkurrenten Fillon an

Der angeschlagene Präsidentschaftsanwärter François Fillon wird weiter kritisiert – nun von Rechtsaußen. Marie Le Pen sprach im Hinblick auf die Erklärung Fillons von einer Lüge sprach.

Die europafeindliche Le Pen gilt in Meinungsumfragen mit einem Stimmenanteil von mindestens 25 Prozent als Favoritin für die erste Runde der Präsidentenwahl im April. Reuters, Sascha Rheker

Marine Le Pen

Die europafeindliche Le Pen gilt in Meinungsumfragen mit einem Stimmenanteil von mindestens 25 Prozent als Favoritin für die erste Runde der Präsidentenwahl im April.

ParisDie französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat den in der Job-Affäre unter Druck geratenen Präsidentschaftskandidaten François Fillon angegriffen. Der Konservative habe sich zwar für die Beschäftigung seiner Frau und seiner beiden Kinder entschuldigt, doch gleichzeitig erklärt, alles sei legal gewesen. „Ich kann mir keinen Reim darauf machen, was François Fillon macht und sagt“, sagte die Chefin der rechtsextremen Front National (FN) am Dienstag dem Sender LCI. Im Hinblick auf Erklärungen Fillons sprach die 48-Jährige auch von „Lüge“.

Der 62-Jährige hatte am Montag eingeräumt, die Anstellung von Familienmitgliedern als parlamentarische Mitarbeiter sei ein Fehler gewesen. Er versicherte gleichzeitig, den Präsidentenwahlkampf fortzusetzen.

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Zugeben, was sich nicht mehr abstreiten lässt, verschweigen, was heikel ist: Der Kandidat der französischen Konservativen versucht eine untaugliche Verteidigung gegen den Vorwurf fiktiver Beschäftigung seiner Ehefrau.

Die europafeindliche Le Pen gilt in Meinungsumfragen mit einem Stimmenanteil von mindestens 25 Prozent als Favoritin für die erste Runde der Präsidentenwahl im April. Im entscheidenden Duell im Mai werden allerdings dem früheren Wirtschaftsminister Emmanuel Macron größte Chancen eingeräumt, die 48-jährige FN-Chefin zu schlagen. Ihm werden in der Stichwahl rund zwei Drittel der Stimmen zugetraut. Fillon, der in der Job-Affäre Sympathiewerte verlor, dürfte nach diesem Szenario bereits in der ersten Runde ausscheiden.

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Der Fraktionschef der konservativen Republikaner im Parlament, Christian Jacob, sagte laut Nachrichtenagentur AFP nach einem Treffen von Abgeordneten mit Fillon: „Die Basis hat gehalten.“ Man sei nun in den Wahlkampf zurückgekehrt.

Es hatte in den vergangenen Tagen mehrfach Spekulationen gegeben, wonach Ex-Premier Alain Juppé (71) Fillon ersetzen könnte. Doch der Bürgermeister von Bordeaux erklärte öffentlich, er stünde nicht für einen „Plan B“ zur Verfügung.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Bernhard Ramseyer

07.02.2017, 18:04 Uhr

François Fillon wird von jedem kritisiert werden.

Herr Bernhard Ramseyer

07.02.2017, 18:07 Uhr

Wenn alles legal war, muss er sich nicht entschuldigen - ist unlogisch.

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