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23.03.2017

15:21 Uhr

Wahl in Frankreich

Le Pen trifft Duma-Chef in Moskau

Am Freitag trifft sich Frankreichs rechte Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen mit dem russischen Parlamentspräsidenten Wjatscheslaw Wolodin. Le Pen werden enge Verbindungen nach Moskau nachgesagt.

Anfang des Jahres hat Le Pen gesagt, die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland sei aus ihrer Sicht nicht illegal. AFP; Files; Francois Guillot

Marine Le Pen

Anfang des Jahres hat Le Pen gesagt, die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland sei aus ihrer Sicht nicht illegal.

MoskauFrankreichs rechte Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen wird an diesem Freitag zu Gesprächen in Moskau erwartet. Geplant sei ein Treffen mit Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin, meldete die Agentur Interfax am Donnerstag. Zudem solle die Chefin der rechtsextremen Partei Front National (FN) an einer Sitzung des Duma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten teilnehmen, sagte der Leiter des Gremiums, Leonid Sluzki.

Der Rechtspopulistin und EU-Gegnerin Le Pen werden enge Verbindungen nach Moskau nachgesagt. Le Pen hat sich immer wieder positiv über die Politik von Kremlchef Wladimir Putin geäußert. Anfang des Jahres hatte sie etwa gesagt, die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland sei aus ihrer Sicht nicht illegal. Dies hatte scharfe Kritik aus der Ukraine nach sich gezogen.

Wichtige Kandidaten der französischen Präsidentenwahl

Marine Le Pen

Die Rechtspopulistin von der Front National (FN) vertritt radikale Positionen im Hinblick auf Europa und Ausländer. In Umfragen für die erste Wahlrunde im April liegt die 48-Jährige seit Wochen vorne, zuletzt kam sie auf Werte zwischen 26 und 28 Prozent.

François Fillon

Der Spitzenkandidat der bürgerlichen Rechten galt lange als Favorit der Wahl. Doch wegen der Affäre um den Parlamentsjob seiner Frau verlor der 62-Jährige Sympathiepunkte. Nach aktuellen Umfragen liegt er bei etwa 20 Prozent - und muss damit um den Einzug in die entscheidende Stichwahl zittern. Die französische Justiz prüft Vorwürfe, wonach Fillons Frau nur zum Schein als seine parlamentarische Mitarbeiterin angestellt war. Fillon wies die Vorwürfe mehrfach zurück.

Emmanuel Macron

Der Politjungstar positioniert sich weder links noch rechts. Über Wochen war der unabhängige Bewerber, früher Wirtschaftsminister unter Präsident François Hollande, im Aufwind. Doch umstrittene Äußerungen über Frankreichs Kolonialvergangenheit brachten den 39-Jährigen zuletzt in Bedrängnis. In Umfragen liefert er sich derzeit ein enges Rennen mit Fillon um den Einzug in die Stichwahl. Konservative werfen Macron vor, das Programm für den glücklosen Sozialisten Hollande gemacht zu haben. Hollande tritt nicht mehr an.

Benoît Hamon

Der 49 Jahre alte Ex-Bildungsminister setzte sich in einer Vorwahl als Spitzenkandidaten der angeschlagenen Sozialisten durch. Er will mit der Hollande-Ära brechen und einen neuen Kurs einschlagen, bei dem grüne Themen eine wichtige Rolle spielen. Er gilt zurzeit als „vierter Mann“ bei der Wahl.

Jean-Luc Mélenchon

Mit 65 Jahren ist der Linkenführer der älteste unter den wichtigen Kandidaten. Der von der kommunistischen Partei (PCF) unterstützte Anwärter könnte laut Umfragen bei der ersten Runde etwas mehr zehn Prozent der Stimmen erhalten. Mélenchon gilt als brillanter Redner und ist ein harter Kritiker der deutschen Sparpolitik.

Von

dpa

Kommentare (1)

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23.03.2017, 15:46 Uhr

Le Pen schon ganz Staatschefin...versteht sich mit England, den USA und auch Russland gut. Da muss Macron nochmal Nachsitzen und seine Hausaufgaben machen. Außer Macron will wie Merkel weiter isoliert in der Welt herumwandeln.

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