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24.10.2011

22:02 Uhr

Wahl in Tunesien

Islamisten erklären ihren Sieg

Noch vor dem offiziellen Ergebnis der Wahl in Tunesien haben sich die Islamisten bereits zum Sieger erklärt. Tatsächlich soll die Partei 30 Prozent der Stimmen haben. Diplomaten rechnen mit einer Koalitionsregierung.

Die Auszählungen in Tunesien laufen noch. dapd

Die Auszählungen in Tunesien laufen noch.

TunisNach der ersten freien Wahl im bislang eher weltlichen Tunesien haben sich die gemäßigten Islamisten zum Wahlsieger erklärt. Die Ennahda-Partei habe nach ersten Ergebnissen im gesamten Land und in der Mehrheit der Wahlbezirke die meisten Stimmen erhalten, sagte Wahlkampforganisator Abelhamid Jlazzi am Montag auf einer Pressekonferenz in Tunis. Von den bislang ausgezählten Stimmen entfielen 30 Prozent auf die Partei. Die gemäßigt linke Kongress-Partei für die Republik (CRP) hoffte auf den zweiten Platz, während die weltliche PDP ihre Niederlage einräumte und ankündigte, in die Opposition zu gehen. Das Endergebnis wird für Dienstag erwartet.

Die Proteste in der arabischen Welt nahmen zu Beginn des Jahres in Tunesien ihren Ausgang. Als Auslöser gilt der Tod eines Gemüsehändlers, der sich aus Protest gegen Armut und Übergriffe der Behörden selbst anzündete. Die Demonstrationen führten schließlich zum Sturz des langjährigen Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali und griffen auf andere Länder über. Der Wahlausgang in Tunesien gilt als Barometer für die politische Stimmung in Ländern wie Ägypten und Libyen.

Nach Jahrzehnten der Unterdrückung in der früheren französischen Kolonie nutzten mehr als 90 Prozent der Tunesier ihr Wahlrecht. Die 217 Abgeordneten sind für eine Legislaturperiode von einem Jahr gewählt. Sie sollen die Verfassung neu schreiben, eine Übergangsregierung wählen sowie Parlaments- und Präsidentenwahlen ansetzen.

Kommentare (6)

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Lara3579

24.10.2011, 23:35 Uhr

Das war zu erwarten. Wer die "Revolutionen" in den arabischen Ländern Nordafrikas mit unseren Maßstäben bewertet, ist ein ignoranter Narr, der es nicht schafft, sich über seinen Tellerrand zu erheben.
Der Siegesmarsch des Islam ist nicht, oder nur sehr schwer, aufzuhalten. Das Hauptproblem dabei ist, dass Menschen sehr dazu neigen, ihre Einstellungen als letztgültige Wahrheiten zu bewerten. Das hat mit Intoleranz nicht viel zu tun, sondern viel mehr mit der Überzeugung, dass, was wahr und richtig ist, für alle gelten muß. Es ist schwer zu definieren, was wahr und richtig sein soll. Daher haben sich die westlichen Industrienationen auf eine gemeinsame Definition geeinigt, z.B. darauf, dass alle Menschen gleich seien. Andere Kulturen haben andere Vorstellungen. Darauf haben sie ein unbetrittenes Recht, denn auch wir können nicht unbedingt auf die Objektivität unserer Ideologie verweisen, es ist eben auch "nur" eine Übereinkunft (aus den Lehren der Aufklärung).
Schwierig wird das Ganze dann, wenn eine vollkommen andere Kultur mit völlig diametralen Vorstellungen (Hand abhacken als Strafe, oder Todesstrafe bei Ehebruch) sich auch bei uns ausbreitet.
Diese Gefahr ist real, wie die neuere Entwicklung zeigt. Das Aufkommen strenger Religiosität in unserer kontinentalen Nachbarschaft gibt daher eher zur Sorge Anlass.
Ich hätte mir gewünscht, dass gerade in Tunesien, dass doch als Modernstes der Nordafrikanischen Staaten gesehen wird, auch eine moderne Regierung etabliert wird, die dem Volk (dem ganzen, auch den Frauen) Freiheit zugesteht und wirtschaftsfreundliche Strukturen zuläßt. Statt dessen scheinen die Tunesier sich nach rückwärts zu entwickeln, in ein Land, in der die Scharia das oberste Gebot ist und die Tüchtigkeit der Menschen durch den Zwang zum Gebet gedrosselt wird. Ich fürchte, es wird bald wieder viel Leid und Traurigkeit unter den Tunesiern herrschen.
Aber - natürlich ist dies nur meine subjektive westlich-freiheitliche Bewertung.

AntiAckermann

25.10.2011, 09:51 Uhr

mag die scharia ihre schlechten seiten haben. eine entscheidene gute seite hat sie. sie geht hart gegen wucherer vor. anders als im christentum und im judentum, wirds den banken damit schwerer gemacht. mich würde iene gemäßigte form einer scharia in deutschland bzw in anderen euopäischen staaten nicht stören.

Account gelöscht!

25.10.2011, 17:04 Uhr

Die gemäßigte form der Scharia:


1. Moslems dürfen den Koran nicht anzweifeln (Koran 2:1)
2. Es ist erlaubt Andersgläubige als Sexsklaven zu haben (Koran 4:23-25)
3. Andersgläubige werden grundsätzlich für geschworene Feinde des Islam gehalten. (4:101)
4. Moslems dürfen keine Andersgläubige für Freunde haben (Koran 5:51)
5. Es ist die heilige Aufgabe der Moslems, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:5)
6. Der einzige sichere, GARANTIERTE Weg, in den Himmel zu kommen, ist für ein Moslem, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:111)
7. Moslems müssen Andersgläubige TERRORISIEREN. (Koran 8:12)
8. Moslems müssen Andersgläubige belügen um den Islam zu helfen und sie dürfen sich Andersgläubigen nicht anvertrauen. (Koran 3:28, 16:106)
9. Andersgläubige müssen sich für eine dieser Möglichkeiten entscheiden: 1. sterben, 2. konvertieren, 3. Dhimmisteuer zahlen, damit sie am Leben gelassen werden (Koran 9:29).
10. Andersgläubige sind böse Menschen, die keine Gnade verdienen. (Koran 98:6)
11. Prügelstrafe für Frauen ist gerechtfertigt. (Koran 4:34)
12. Die Kinderehe ist gerechtfertigt. (Koran 65:4)
13. Vergewaltigung ist gerechtfertigt, wenn es weniger als 4 männliche Zeugen gibt (Koran 24:13)
14. Raub und Diebstahl gegen Andersgläubige ist eine gute Tat.
15. Mohammed heiratete 51-jährig die 6-jährige Aisha.
16. Mohammed vollzog mit ihr die Ehe, als er 54 war, und sie 9.
17. Nur Mohammed darf so viele Frauen heiraten, wie er will. Die anderen dürfen 4 Ehefrauen haben. (Koran 33:50).
http://www.theology.de/schriften/koran/index.php

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