Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.10.2012

06:49 Uhr

Wahlen in der Ukraine

Klitschko verliert seinen wichtigsten Kampf

Die Partei von Boxweltmeister Vitali Klitschko schneidet bei den Parlamentswahlen in der Ukraine überraschend stark ab. Dennoch reicht es wohl nicht für einen Machtwechsel - die Regierungspartei liegt vorne.

Ex-Boxweltmeister und Chef der UDAR Partei,Vitali Klitschko. AFP

Ex-Boxweltmeister und Chef der UDAR Partei,Vitali Klitschko.

KiewBei der Parlamentswahl in der Ukraine liegt die Regierungskoalition von Präsident Viktor Janukowitsch auch nach ersten Ergebnissen klar in Führung. Nach Auswertung von 20 Prozent der Wahlzettel bestätigten sich am Montag die Prognosen, nach denen die Partei der Regionen weiter mit den Kommunisten regieren kann. Boxweltmeister Vitali Klitschko schaffte mit seiner Partei Udar (Schlag) erstmals den Einzug in die Oberste Rada. Die Partei der inhaftierten Oppositionschefin Julia Timoschenko wurde zweitstärkste Kraft. Unter den fünf Parteien im neuen Parlament sind erstmals auch die ultrarechten Nationalisten der Partei Swoboda (Freiheit).

Nach Angaben der Wahlleitung in Kiew kam die Partei der Regionen nach Auszählung von einem Fünftel der Stimmen auf 37,57 Prozent, die Vaterlandspartei von Timoschenko auf 20,6 und die Partei der Kommunisten auf 15,54 Prozent. Die Klitschko-Partei erreichte 12,34 Prozent der Stimmen, die rechtspopulistische Freiheitspartei 7,06 Prozent.

Präsidenten-Partei bei Wahl in der Ukraine vorn

Video: Präsidenten-Partei bei Wahl in der Ukraine vorn

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

An diesem Montag wollen die internationalen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Abstimmung beurteilen. Zuletzt waren die Wahlen anders als in den meisten anderen Ex-Sowjetrepubliken als demokratisch eingestuft worden. Die Opposition hatte diesmal viel Druck seitens der Behörden beklagt.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bezeichnete die Wahl im nach Russland zweitgrößten Flächenland Europas als „wichtige Bewährungsprobe für Demokratie und Rechtstaatlichkeit“. Er sprach sich für engere Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine aus. „Der Weg dahin ist mit dem ausgehandelten Assoziationsabkommen vorgezeichnet“, sagte Westerwelle.

Die EU und die USA hatten immer wieder eine Freilassung der Ex-Regierungschefin Timoschenko gefordert. Sie halten ihre siebenjährige Haft wegen Amtsmissbrauchs für politische Willkür und hatten auch ihren Ausschluss als Kandidatin kritisiert. Rund 36,6 Millionen Ukrainer waren aufgerufen, die 450 Abgeordneten zu wählen.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

29.10.2012, 12:00 Uhr

für den 1. Anlauf sehr gut, respekt.

Wäre prima wenn sich hier auch mal jemand finden würde, wer prominent genug ist und es wirklich gut meint und eine neue Partei gründet, die es in den Bundestag schafft.

Würde Deutschland auch gut tun...

Account gelöscht!

29.10.2012, 12:28 Uhr

Ja, so was wünsche ich mir hier auch. Wir haben es nämlich ebenfalls dringed nötig, die korrupten eingefahrenen Gleise der polit. Selbstedienung aufzulöen

luda

30.10.2012, 11:16 Uhr

Die Überschrift ist völlig daneben!!!Es ist doch keine BILD-Zeitung, wählen Sie bitte gründlicher Ihre Aussagen!!! Seinen wichtigsten Kampf hat er (mit Sicherheit!)noch vor sich!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×