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11.03.2014

00:41 Uhr

Wahlen in El Salvador

Stimmenauszählung vorerst ohne Entscheidung beendet

In El Salvador ist die Stimmenauszählung nach der Präsidentschaftswahl beendet. Die Wahl fiel so knapp aus, dass beide Kandidaten derzeit den Sieg beanspruchen.

Unterstützer der Farabundo Marti Nationalen Freiheitsfront (FMLN) erwarten vor den Wahllokalen das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen. AFP

Unterstützer der Farabundo Marti Nationalen Freiheitsfront (FMLN) erwarten vor den Wahllokalen das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen.

San SalvadorNach dem knappen Ausgang der Präsidentenwahl in El Salvador haben beide Kandidaten den Sieg für sich beansprucht. Der Kandidat der Linken, Salvador Sanchez Ceren, erklärte nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse am Montag, er werde eine Regierung für alle Bürger des lateinamerikanischen Landes führen. Dagegen kündigte der rechte Konkurrent Norman Quijano über Twitter an, er verlange eine Überprüfung aller Stimmen. Nach der eigenen Zählung seiner Arena-Partei habe er gewonnen. Die Wahlkommission bezeichnete Sanchez Cerens Vorsprung als uneinholbar. Die Männer trennten 6634 Stimmen.

Ein endgültiges Ergebnis wird in drei oder vier Tagen erwartet. Grund für die Verzögerung sind 14 Zwischenergebnislisten aus Wahllokalen, die bei der ersten Auszählung aus formalen Gründen nicht ausgewertet wurden. Sie würden in der zweiten Zählung ab Dienstag erneut überprüft, teilte das Wahlamt mit.

Sanchez Ceren war als deutlicher Favorit in die Wahl am Sonntag gegangen. Der 69-jährige Sohn eines Schreiners gehört zur FMLN-Partei, die im Bürgerkrieg 1980 bis 1992 gegen US-gestützte Regierungen kämpfte. Nach dem Friedensabkommen wandelte sich die Gruppe in eine politische Partei um. Der 67-jährige Quijano war früher Bürgermeister von San Salvador. Seine Nationale Republikaner-Allianz (Arena) und die FMLN waren während des Kriegs erbitterte Feinde. Bei den Kämpfen kamen etwa 75.000 Menschen ums Leben.

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