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02.12.2014

02:15 Uhr

Wahlen in Namibia

Swapo-Partei siegt mit riesigem Vorsprung

80 und 87 Prozent der Stimmen: Das sind Werte, die sonst nur Langzeitmachthaber oder Diktatoren erreichen. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Namibia sollen laut Beobachtern gerecht und frei gewesen sein.

Erneuter Sieg der Swapo-Partei in Namibia: Hage Geingob setzte sich bei der Wahl zum Präsidenten durch. AFP

Erneuter Sieg der Swapo-Partei in Namibia: Hage Geingob setzte sich bei der Wahl zum Präsidenten durch.

JohannesburgDie seit der Unabhängigkeit Namibias vor 24 Jahren ununterbrochen regierende Partei Swapo hat erneut mit riesigem Vorsprung die Parlaments- und Präsidentenwahlen in dem afrikanischen Land gewonnen. Nach dem am Montag von der Wahlkommission veröffentlichten Ergebnis erreichte die Partei 80 Prozent Stimmenanteil bei der Parlamentswahl, bei der Abstimmung über den Präsidenten setzte sich ihr Kandidat Hage Geingob gar mit 87 Prozent der Stimmen durch.

In der Nationalversammlung des im Süden Afrikas liegenden Landes sitzen nun 77 Swapo-Abgeordnete und eine nur 19 Mitglieder starke Opposition, berichtete die namibische Pressevereinigung. Geingob wird gemeinsam mit dem neuen Kabinett am 21. März kommenden Jahres als Präsident vereidigt.

Weit abgeschlagen hinter Geingob kam der Kandidat der sogenannten Demokratischen Turnhallen-Allianz, McHenry Venaani, auf fünf Prozent. Seine Partei erreichte bei der Parlamentswahl 4,8 Prozent der Stimmen.

Die Wahlen fanden bereits am Freitag statt. Erstmals kamen elektronische Wahlmaschinen zum Einsatz. Die Wahlbeteiligung wurde mit 72 Prozent der 1,2 Millionen Stimmberechtigten angegeben.

Die Swapo-Partei regiert Namibia seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990. Das Land lebt zu einem großen Teil von seinen riesigen Diamant- und Uran-Vorkommen und gilt als politisch stabil. Wahlbeobachter der Afrikanischen Union und einer im Süden Afrikas aktiven Kommission sprachen von fairen und freien Wahlen.

US-Außenminister John Kerry gratulierte der Nation zu den durchgeführten Wahlen. „Die außerordentliche Teilnahme von Erstwählern und weiblichen Kandidaten zeigt den Fortschritt, den Namibia gemacht hat“, erklärte Kerry am Montag.

Von

ap

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