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14.06.2016

11:45 Uhr

Wahlen in Spanien – die TV-Debatte

Buenas noches, España!

VonSandra Louven

Zwei Wochen vor Neuwahlen in Spanien hält der politische Streit an. Bei einer TV-Debatte beschuldigten sich die Kandidaten gegenseitig. Die Bildung einer Regierungskoalition dürfte äußerst schwierig werden.

Fernseher in einer Bar. Auf dem Bildschirm sind Spaniens konservativer Ministerpräsident Rajoy und der Sozialistenchef Sánchez zu sehen. AP

TV-Duell in Madrid

Fernseher in einer Bar. Auf dem Bildschirm sind Spaniens konservativer Ministerpräsident Rajoy und der Sozialistenchef Sánchez zu sehen.

MadridSpanien verlangt seinen Wählern einiges ab: Bis 0:30 Uhr dauerte gestern die TV-Debatte der Spitzenkandidaten der vier großen Parteien. Es war das einzige Fernsehduell, das es vor den Neuwahlen am 26. Juni geben wird. Doch wer sich erhofft hatte, anschließend klarer zu sehen, welche Partei mit wem koalieren und so zumindest im zweiten Anlauf eine Regierung stellen könnte, der wurde enttäuscht.

Auch sechs Monate nach den ersten Wahlen, die mit ergebnislosen Verhandlungen über eine Mehrheit endeten, dominierten gegenseitige Anschuldigungen. Vor allem der Graben zwischen den beiden Traditionsparteien ist so tief wie eh und je: „Niemand wird alleine regieren können und niemand will mit Rajoy regieren“, ätzte Sozialistenchef Pedro Sánchez gegen den amtierenden konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Die Hoffnung zahlreicher Ökonomen, dass es zu einer großen Koalition zwischen Konservativen und Sozialisten kommt, dürfte nach der Debatte gedämpft sein. Zumindest dann, wenn die beiden Spitzenkandidaten im Amt bleiben.

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Die Bildung einer Regierung in Spanien ist gescheitert. Die Parteien haben es in vier Monaten nicht geschafft, eine Koalition mit einer ausreichenden Mehrheit zu bilden. Neuwahlen sind nun nicht mehr abzuwenden.

Allerdings hat Sánchez auch gegen die Alternative gekeilt und die ausgestreckte Hand von Pablo Iglesias, dem Chef der linkspopulistischen Partei Podemos, ausgeschlagen. Iglesias hat sich vor wenigen Wochen mit den Postkommunisten von Izquierda Unida zusammen getan und landet damit in Umfragen auf dem zweiten Platz – hinter den Konservativen und vor den Sozialisten, die damit zum großen Verlierer der Neuwahlen werden könnten.

Sánchez versuchte in der Debatte deshalb, sich als einzige sozialdemokratische Alternative zu präsentieren und bezeichnete Konservative und Unidos Podemos als „Die Extremen“. Iglesias ließ sich nicht provozieren und mahnte: „Der Gegner ist Rajoy, Pedro“.

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