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09.11.2015

09:33 Uhr

Wahlen

Myanmars Opposition feiert den Sieg

Die Opposition zeigt sich siegesgewiss: In Myanmar feiern die Menschen nach den ersten freien Wahlen seit 25 Jahren den möglichen Sieg der Nationalliga für Demokratie. Die Regierung räumt Verluste ein.

Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi: „Es ist zu früh, unseren Kandidaten zu gratulieren, aber ihr habt sicher alle eine Vorstellung, wie die Ergebnisse aussehen.“ dpa

Wahlen in Myanmar

Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi: „Es ist zu früh, unseren Kandidaten zu gratulieren, aber ihr habt sicher alle eine Vorstellung, wie die Ergebnisse aussehen.“

RangunIn Myanmar hat die militärnahe Regierungspartei USDP starke Verluste bei der historischen Parlamentswahl eingeräumt. „Wir haben sämtliche Sitze in der Region des Irrawaddy-Delta verloren“, sagte der USDP-Vorsitzende Htay Oo der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Das Delta galt als eine Machtbasis der Regierungspartei. Auch der Parteichef verlor seinen Sitz. „Landesweit gab es mehr Niederlagen als Siege“, sagte Htay Oo dem Sender DVB. Die Partei akzeptiere das, der Wille des Volkes zähle. Myanmar war bis 2011 eine Militärdiktatur.

Die oppositionelle Nationalliga für Demokratie (NLD) zeigte sich in ihrer Parteizentrale unterdessen siegesgewiss. „Es ist zu früh, unseren Kandidaten zu gratulieren, aber ihr habt sicher alle eine Vorstellung, wie die Ergebnisse aussehen“, sagte die Vorsitzende, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (70) . Niemand solle aber herumprahlen, das verletze die Gefühle der Verlierer. Die Wahlkommission wollte erst am Abend erste Ergebnisse präsentieren.

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Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi kämpft für den Machtwechsel bei Myanmars ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten. Fast Food und Smartphones erobern das Land. Die Armee behält jedoch nach wie vor die Kontrolle.

Die Wahl gilt als die freieste und wichtigste seit 25 Jahren. Dennoch gab es vor der Wahl große Besorgnis wegen widersprüchlicher Wählerverzeichnisse, Einschüchterungsversuchen und dem Ausschluss der Minderheit der muslimischen Rohingya von der Wahl. Außerdem gibt es erhebliche Einschränkungen: Das Militär hat sich 25 Prozent der Parlamentssitze vorbehalten, Suu Kyi darf wegen spezieller Klauseln nicht Präsidentin werden.

Von

dpa

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