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12.01.2012

19:22 Uhr

Wahlkampf-Auftritt

Rücktritts-Forderungen überfluten Putins Homepage

Der russische Ministerpräsident hat sich mit einer offenen Wahlkampf-Homepage keinen Gefallen getan. Die Internet-Kampagne brachte vor allem eines ein: Rücktrittsforderungen. Der Zugang wurde mittlerweile eingeschränkt.

Ein Mann betrachtet die Wahlkampfseite des russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin. AFP

Ein Mann betrachtet die Wahlkampfseite des russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin.

MoskauWenige Minuten nach ihrem Start ist die Wahlkampf-Homepage von Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin von einer Flut von Rücktrittsforderungen überrollt worden. „Verlassen Sie bitte die Politik“, hieß es am Donnerstag in einer Nachricht. „Es ist ganz offensichtlich, dass sie wie eine Droge wirkt, trotzdem wäre ein Rückzug anständig.“

Ein Sprecher Putins, dessen erneute Kandidatur für das Präsidentenamt auch in Russland kritisiert wird, sprach von einem Hackerangriff. Bei einem Teil der Anti-Putin-Nachrichten habe es sich um Spam gehandelt. Einige Nachrichten wurden von der Seite genommen, nach Angaben des Sprechers geschah dies nicht aus politischen Gründen. Nachdem sich mindestens ein Drittel der Botschaften gegen Putin wandte, wurde der Zugang zur Seite eingeschränkt.

In dem am Donnerstag veröffentlichten Entwurf für ein Wahlprogramm sparte Putin Themen wie politische Reformen und eine Bekämpfung der grassierenden Korruption aus - zwei der Hauptforderungen der jüngsten Massenproteste. Putin sah sich im Dezember mit den größten Demonstrationen seit zwölf Jahren konfrontiert. Zehntausende Russen warfen der Regierung eine Fälschung der Parlamentswahl vor. Auch wenn seine Zustimmung in Umfragen sinkt, bleibt Putin der beliebteste Politiker Russlands.

Von

rtr

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