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27.12.2015

11:50 Uhr

Wahlkampf in Bolivien

Jedi Morales

Boliviens Präsident Evo Morales ist stets für eine Überraschung gut: In einem nun veröffentlichten Werbespot tritt er als Stars-Wars-Krieger auf, der glorreich gegen das Imperium kämpft – den Kapitalismus.

Trailer El Despertar del #Sí Bolivian Wars

El Despertar del #SÍEstreno: 21FProtagonistas: Tú, él, ella, todos nosotros que luchamos contra el Imperio y que buscamos un mejor futuro. Únete a la fuerza positiva de la fuerza, al lado del #SÍ.Dile #NO al lado oscuro del pasado, el retraso, la pobreza y la maldad.

Posted by Si bolivia on Montag, 21. Dezember 2015

La PazBoliviens Präsident Evo Morales ist immer für eine Überraschung gut. In einem zu Weihnachten veröffentlichten Werbespot tritt er als Stars-Wars-Krieger auf, der glorreich gegen das Imperium kämpft. Damit meint der Sozialist den Kapitalismus, aber auch frühere, neoliberal ausgerichtete Präsidenten, die das Land nach Meinung vieler Bürger an das Ausland verkauft wollten. So taucht Ex-Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada als Darth Vader auf.

Der Spot „Bolivian Wars“ wirbt für eine Ja bei einem Referendum, das ihm eine Wiederwahl über 2019 hinaus ermöglichen soll. „Du, er, sie, wir alle kämpfen zusammen gegen das Imperium und suchen eine bessere Zukunft“, lautet der Slogan. Eine Ablehnung der Verfassungsänderung bedeute Rückschritt, Armut - und ein Rückfall in dunkle Zeiten.

Die Bürger entscheiden am 21. Februar, ob dem seit 2006 amtierenden Morales eine Wiederwahl erlaubt wird, dann könnte er theoretisch bis 2025 im Amt bleiben. Seit dem 21. Oktober ist er der am längsten amtierende Präsident Boliviens seit der Unabhängigkeit 1825.

Die Star-Wars-Rekorde

Erfolgreichste Serie

Star Wars ist die kommerziell erfolgreichste Filmserie der Geschichte. Allein bis 2012 wurden inklusive der Kinotickets geschätzte 24 Milliarden Euro eingenommen.

Meiste Länder

„Episode III: Die Rache der Sith“ lief zum Kinostart gleichzeitig in 115 Ländern an - Weltrekord.

Reichster Macher

Niemand wurde durch eine Filmreihe so reich wie Star-Wars-Erfinder George Lucas. Statt sich für den ersten Streifen ein Honorar auszahlen zu lassen, sicherte er sich die Rechte an den Fortsetzungen und den Merchandising-Artikeln. Sein Mut hat ihm laut Schätzungen des Forbes-Magazins mehr als 5 Milliarden Dollar eingebracht.

Reichster Drehbuchautor

George Lucas hat als Drehbuchautor auch mehr Geld eingespielt als jeder andere. Rund 3 Milliarden Euro gaben Kinozuschauer bisher aus, um seine Filme zu sehen.

Beliebtester Trailer

Kein anderer Trailer eines Films wurde gleich am ersten Tag so oft gesehen wie der zu „Episode VII: Das Erwachen der Macht“. 30,65 Millionen Menschen sahen ihn sich im April 2015 auf YouTube an.

Meiste Oscar-Nominierungen

Star-Wars-Komponist John Williams ist der lebende Mensch mit den meisten Oscar-Nominierungen: 49 an der Zahl. Fünfmal gewann er, darunter 1978 für den ersten Star-Wars-Soundtrack.

Erfolgreichstes Instrumental

Eine Discoversion des Star-Wars-Titelstücks von 1977 ist die erfolgreichste Instrumental-Single der USA. Sie wurde mehr als 2 Millionen Mal verkauft.

Bei der Amtsübernahme wegen seiner Streifenpullover belächelt, hat der frühere Kokabauer vom Stamm der Aymara Infrastruktur und Sozialprogramme konsequent ausgebaut - dank der Einnahmen aus der Verstaatlichung des Erdgassektors. Neben neuen Straßen und Flughäfen bekommt zum Beispiel die Andenmetropole La Paz das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Zudem setzte er eine Verfassung durch, die allen Ethnien gleiche Rechte einräumt, was Papst Franziskus bei seinem Besuch im Juli ausdrücklich lobte. „Wie viel Freude bereitet es uns zu wissen, dass das Spanische, das in diese Länder gebracht wurde, heute mit 36 indigenen Sprachen zusammenlebt“, so der Papst.

Von

dpa

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