Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.05.2011

20:33 Uhr

Wahlkampf in Frankreich

Marine Le Pen will Sarkozy ablösen

Beflügelt von guten Umfragewerten bereitet die Front National den Wahlkampf vor und stellt Marine Le Pen als Kandidatin auf. Nach den aktuellen Umfragewerten hätte die rechtsextreme Partei sogar Chancen auf einen Sieg.

Marine Le Pen gilt als weniger rechtsradikal, aber als ebenso extrem wie ihr Vater und Parteigründer Jean-Marie Le Pen. Quelle: dpa

Marine Le Pen gilt als weniger rechtsradikal, aber als ebenso extrem wie ihr Vater und Parteigründer Jean-Marie Le Pen.

Paris

Das Politikbüro der rechtsextremen Partei stimmte am Montag einstimmig für die Unterstützung der Kandidatur von Marine Le Pen (42). Die Tochter des Parteigründers Jean-Marie Le Pen (82) ist seit Anfang des Jahres Vorsitzende der Partei.

Wenn bereits jetzt Präsidentschaftswahlen wären, würde Marine Le Pen nach aktuellen Umfragen mehr Stimmen bekommen als Sarkozy und in eine Stichwahl einziehen. Dort würde sie dann einem Kandidaten der Sozialisten gegenüberstehen. 2002 hatte ihr Vater in Frankreich einen Schock ausgelöst, als er ebenfalls bis in die Stichwahl kam.

Marine Le Pen gilt als weniger rechtsradikal, aber als ebenso extrem wie ihr Vater. Sie befürwortet Frankreichs Austritt aus der Nato und die Auflösung der EU. Außerdem verkündete sie bereits Frankreichs Abschied vom Euro, sollte sie nach den Wahlen im kommenden Frühjahr Staatspräsidentin werden.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.05.2011, 21:13 Uhr

Sag ich doch. Der Trend in etlichen europ. Ländern ist hin wieder zu mehr nationalem Verhalten. Die ausgeuferte EU mit der Diktatur aus Brüssel hat dies bewirkt.
Das war aber absehbar. Denn auf Dauer kann es nicht gut gehen, dass sich Brüsel geriert wie eine Diktatur und irgenwelche abgehalfterten Politiker dort über Europa bestimmen wozu niemand sie je legitimier hat.
Die Verwerfungen begannen in den 90er Jahren unter Kohl, er war europa-hörig, hatte kaum mal eine eigene Meinung zu Europa. So war es ein leichtes Spiel für andere ihn über den Tisch zu ziehen.
Nur, dass die anderen diesmal anfangen sich nationaler zu geben.
Aber Deutschland wird folgen, da bin ich überzeugt.
Denn Merkel treibt es ja noch um Längen schlimemr.
Derzeit sind die Totengräber der EU Merkel und Sarkozy mit ihrer Spinnerei eines sozialistischen Staates Europa.

R.Ruf

16.05.2011, 21:21 Uhr

Es wäre interessant zu wissen welchen Plan Frau Merkel im Fall einer Präsidentschaft von Marine Le Pen in der Tasche hat. Wäre sie bereit zu einer Zusammenarbeit mit Frau Le Pen um die deutsch-französische Freundschaft zu retten oder käme es zu einem erbarmungslosen Zickenkrieg?

Account gelöscht!

16.05.2011, 22:12 Uhr


denk ich an Deutschland, ich wuenschte, es waehre Nacht...
Seh schon Merkel`s schnelle Europawende a la Pirouette
Atomausstieg, bevor der Rechtstrend in Deutschland seine Klaenge vernehmen laesst. Wird hier zielgerichtet gewurstelt ? Oder darf man nur von Hilflosigkeit und Memmenverhalten ausgehen ? Fuerchte, mit EURO/Europakrise waechst rasant ein gewachsener Rechtstrend, wohl nicht im Sinn angeblicher "Eurodemokraten".....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×