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03.04.2013

10:08 Uhr

Wahlkampf in Venezuela

Maduro meldet Chávez-Erscheinung

In Venezuela hat der Wahlkampf begonnen. Am 14. April wird ein neuer Präsident gewählt. Interimspräsident Nicolás Maduro setzt auf den Geist des verstorbenen Hugo Chávez.

Interimspräsident Nicolás Maduro erhebt das Schwert über dem Sarg von Hugo Chavez. dpa

Interimspräsident Nicolás Maduro erhebt das Schwert über dem Sarg von Hugo Chavez.

CaracasVier Wochen nach dem Tod von Hugo Chávez hat in Venezuela der Wahlkampf für die Neuwahl eines Staatsoberhaupts begonnen. Interimspräsident Nicolás Maduro, der in Umfragen weit vorne liegt, zeigte sich mit Blick auf 14. April siegessicher. Außerdem berichtete er, der Verstorbene sei ihm in Gestalt eines Vögelchens erschienen.

Im Innenhof von Chavez' Geburtshaus im westlichen Bundesstaat Barinas erzählte Maduro am Dienstag (Ortszeit) von der eigenartigen Erscheinung in einer Kapelle. „Ein kleines Vögelchen kam hereingeflogen und machte drei Umdrehungen. Es setzte sich auf einen Holzbalken und begann zu zwitschern. Ich schaute es an und zwitscherte ihm ebenfalls zu. Ich spürte den Geist von ihm (Chávez). Es war, als wolle er uns seinen Segen geben“, erzählte Maduro.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der westlichen Region Zulia forderte Maduro am Abend seine politischen Gegner auf, sich über seine Erzählung nicht lustig zu machen. „Lassen Sie doch die Intoleranz, die Respektlosigkeit gegenüber der tiefen Spiritualität der christlichen Männer und Frauen, die wir fest an die Werte eines Führers glauben, der zu Lebzeiten die Werte Christi verkörperte“, sagte er.

Maduros stärkster Gegner, Henrique Capriles, rief die Venezolaner ebenfalls auf, am 14. April zur Wahl zu gehen. Seine Stimme nicht abzugeben, sei keine Alternative, sagte er nach Angaben des Fernsehsenders Globovision im ostvenezolanischen Bundesstaat Monagas.

Maduro liegt in der Wählergunst nach Umfragen derzeit mindestens zehn Prozentpunkte vor Capriles. Bei der Wahl im Oktober 2012 hatte Chávez gegen Capriles mit 55,1 zu 44,3 Prozent der Stimmen gewonnen.

„Comandante“ Chávez war am 5. März an Krebs gestorben. Er hatte Venezuela seit 1999 regiert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Billyjo

03.04.2013, 14:17 Uhr

Ja,ja, die Sonne in Südamerika, Venezuela liegt ja nicht allzu weit vom Äquator entfernt den die Sonne schon überquert hat.
Man sollte ja meinen das die Menschen dort besser an das warme Klima angepaßt sind, aber das ist wohl in diesem Falle nicht so.

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