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07.06.2012

21:34 Uhr

Wahlkampf

Nervenprobe in Griechenland

Der Wahlkampf in Griechenland geht in die Zielgerade - und wieder zeichnet sich ein Patt ab. Die Nerven liegen Blank und der "Schlagabtausch" zwischen den Politikern läuft nicht immer friedlich ab.

Klick der Woche

„Schlagabtausch” im griechischen Fernsehen

Klick der Woche: „Schlagabtausch” im griechischen Fernsehen

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Athen/BerlinZehn Tage vor der wohl wichtigsten Wahl in der jüngeren Geschichte Griechenlands deutete am Donnerstag alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Konservativen der Nea Dimokratia (ND) und dem Bündnis der radikalen Linken (Syriza) hin. Alle Umfragen sagen voraus, dass keine der beiden stärksten Parteien am 17. Mai eine absolute Mehrheit von 151 der insgesamt 300 Abgeordneten im griechischen Parlament schaffen wird.

Demnach dürften die griechischen Politiker vor demselben Problem stehen, vor dem sie nach der Wahl am 6. Mai schon einmal standen: Sie müssen Wege finden zu kooperieren, um das Land aus der schweren Krise zu führen. Linksradikale und Konservative stellen die Wähler vor ein Dilemma. Euro und harte Sparmaßnahmen oder Drachme und Staatsbankrott, sagen die Konservativen. Eine gerechte Verteilung der Lasten fordern die Linksradikalen, die das harte Sparprogramm abschaffen wollen - ohne zu sagen, was geschehen wird, wenn die Geldgeber den Geldhahn zudrehen, kritisiert der Chef der Konservativen, Antonis Samaras.

Der Chef der Linksradikalen, Alexis Tsipras, macht Konservative und Sozialisten für die Vetternwirtschaft verantwortlich, die das Land in die Katastrophe geführt habe. Sie könnten das Land nicht retten mit einem Sparprogramm, das die Wirtschaft abgewürgt und jeden zweiten jungen Mensch arbeitslos gemacht habe.

Vor dem Hintergrund dieser Polarisierung laufen die Sozialisten unter ihrem Chef Evangelos Venizelos Gefahr, in die Ecke abgedrängt zu werden. Binnen zweieinhalb Jahren stürzte die Partei wegen der schweren Finanzkrise und der Sparprogramme von 44 Prozent der Stimmen 2009 auf zuletzt 13,2 Prozent ab.

Kommentare (10)

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hallowach

07.06.2012, 18:45 Uhr

hmmmm das hatten wir doch schon mal, wurde nicht in der Tschechei und in Irland solange gewählt, bis der Wahlausgang für die Europäische Kommision okay war?
Wurde nicht extra der Lissabonvertrag erschaffen, damit NUR noch die Parlamente und NICHT das Volk abstimmen konnte.

Hihi einfach unglaublich was aus der Demokratie seit 1990 geworden ist.

Und zum Schlagabtausch... schöner kann man nicht beobachten, dass die Griechen einfach definitiv nichts von unserer Kultur haben und Sarranzin wohl Recht hat mit seiner Einschätzung über die Griechen.

suedlaender

07.06.2012, 19:22 Uhr

stimmt, in ihrer Kultur fressen sie den frust in sich hinein [...]sarazzin hat recht.
[+++Beitrag vo Redaktion editiert+++]

Anonym

07.06.2012, 19:26 Uhr

Schade - einige Leser den Handelsblattes sollten vielleicht zur Bild wechseln - der Schläger war ein Faschist.... wenn ich mich nicht irre haben andere Faschisten millionen Menschen auf dem Gewissen und diese Länder sind nun das Kernland von Europa.....
Sarrazin? Da folge ich lieber Herrn Grass - der hat zumindest den Nobelpreis erhalten

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