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01.01.2012

10:45 Uhr

Wahlkampf USA

„Die USA steuern in Richtung Griechenland“

Republikaner-Favorit Romney attackiert Obama scharf. Er verwandle das Land in einen „europäischen Wohlfahrtsstaat“. Mit den verbalen Spitzen will er Wählerstimmen in Iowa gewinnen. Dort geht es jetzt in die heiße Phase.

Mitt Romney nimmt ein Bad in der Menge. AFP

Mitt Romney nimmt ein Bad in der Menge.

Des MoinesWahlkampf an Silvester: Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner sind Favorit Mitt Romney und andere Bewerber am Wochenende durch Iowa getourt, um kurz vor dem Vorwahl-Auftakt in dem Bundesstaat unentschlossene Parteimitglieder auf ihre Seite zu ziehen. Romney, den eine neue Umfrage an der Spitze des Feldes bestätigte, griff in einer Rede Präsident Barack Obama scharf an.

Bei der Präsidentschaftswahl im November gehe es nicht nur darum, Obama abzulösen, sagte Romney bei einem Wahlkampfauftritt in einem Restaurant in der Kleinstadt Le Mars. „Dies ist eine Wahl, um die Seele Amerikas zu retten.“ Romney warf Obama vor, die USA in einen „europäischen Wohlfahrtsstaat“ umwandeln zu wollen. Auch bei der Schuldenkrise Washingtons zog der frühere Gouverneur von Massachusetts eine Parallele zu Europa. „Wir steuern in die Richtung von Griechenland, Italien oder Spanien“, sagte er mit Blick auf die finanziell angeschlagenen Euro-Staaten.

Romney suchte bereits gezielt das Fernduell mit Obama, dem er eine wirtschaftsfeindliche Politik vorwarf, die für die hohe Arbeitslosigkeit und schwache Konjunktur in den USA verantwortlich sei. Seine republikanischen Mitbewerber, die es auf dem Weg ins Weiße Haus in den kommenden Monaten erst zu schlagen gilt, erwähnte er mit keinem Wort.

Eine am Samstag veröffentlichte Umfrage der Zeitung „Des Moines Register“ bestätigte Romneys Führungsposition. Demnach sprachen sich 24 Prozent der Republikaner in Iowa, die mit großer Wahrscheinlichkeit an den Vorwahlen teilnehmen wollten, für den Ex-Gouverneur und Unternehmer aus. Auf Rang zwei folgte mit 22 Prozent der libertäre texanische Abgeordnete Ron Paul, der den Staat auf ein absolutes Mindestmaß zurechtstutzen will.

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