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03.10.2011

08:45 Uhr

Wall Street

Protestler halten Banker in Atem

Die Proteste gegen die Verantwortlichen der Finanzkrise reißen nicht ab. Auch von der Polizei lässt sich die Bewegung nicht abschrecken: Sie wollen in den nächsten Tagen erneut auf die Straße gehen.

Zeitung der Aktivisten: "The Occupied Wall Street Journal". dapd

Zeitung der Aktivisten: "The Occupied Wall Street Journal".

New YorkIm Finanzviertel von New York versammelten sich am Sonntag erneut etwa 800 Menschen, die nach eigenen Angaben nicht weichen wollen: „Nehmen sie einen von uns fest, tauchen zwei neue auf“, sagte der ehemalige Bauarbeiter Robert Cammisos, der am Samstag vorübergehend festgenommen worden war. Die Bewegung kündigte für Mittwochnachmittag einen neuen Marsch auf die Wall Street an.

Bei Protesten gegen die Verantwortlichen der Finanzkrise und die Macht der Banken waren am Samstagabend in New York mehr als 700 Menschen festgenommen worden. Die Polizei hatte ihr Vorgehen damit begründet, dass die Demonstranten die Brooklyn Bridge, eines der Wahrzeichen der US-Metropole, blockierten und damit die öffenliche Ordnung störten.

Die Proteste gegen die Banken hatten am 17. September begonnen. Ihr Quartier haben die Aktivisten im kleinen Zuccotti-Park in Manhattan aufgeschlagen, der sich nahe des bei den Anschlägen des 11. September 2001 zusammengestürzten World Trade Center befindet. Vorbild sind die Protestcamps in Spanien und von Demonstranten in der arabischen Welt. Eine geplante symbolische Besetzung der Wall Street wurde von der Polizei vor zwei Wochen mit einem massiven Aufgebot verhindert. Das teils harte Vorgehen der Beamten wurde über per Smartphone aufgenommene Youtube-Videos weltweit bekannt.

Für Samstag hatten die Demonstranten daher beschlossen, zur Brooklyn Bridge zu ziehen. Nach Angaben der Polizei liefen sie zu Hunderten auf die Brücke und blockierten den Verkehr. Die Brücke musste am Samstagnachmittag für mehrere Stunden gesperrt werden.

Kommentare (15)

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Handelsblatt_Leser

03.10.2011, 06:00 Uhr

1. Die Polizei hat das Recht auf freie Meinungsäußerung und damit den 1. Zusatzartikel zur Verfassung zu schützen!

2. Die Demonstranten haben sich an die geltenden Gesetze zu halten und beispielsweise nicht unnötig den Verkehr zu blockieren. Unabhängig davon, ob sie damit gegen Gesetze verstoßen oder nicht: Die Zustimmung zur Bevölkerung sinkt rapide, falls die Demonstranten das nicht beachten. Das sieht man beispielsweise auch bei den Anti-S21-Kundgebungen in Stuttgart.

3. Bildung täte den Demonstranten sicherlich ganz gut: Es war George W. Bush, der TARP begann und damit Milliarden von Steuergeldern auch an die Banken zahlte. Und es war Obama, unter dem große Banken und Versicherungen (AIG) verstaatlicht wurden. Bezahlt wurde dies aus Steuergeldern und zum größten Teil durch das Drucken von Geld. Niemand, ich wiederhole, niemand zwang die Präsidenten bankrotte Banken und Versicherungen zu retten. Das die Unternehmen die Gelder nicht ablehnten, kann man ihnen wohl kaum vorwerfen.

Wenn die Demonstranten also protestieren wollen, dann sollten/müßten sie gegen den Urheber der Probleme demonstrieren: Die Regierung und die FED.

Aber wie gesagt: Bildung...

RogueTrader

03.10.2011, 06:26 Uhr

"....niemand zwang die Präsidenten bankrotte Banken und Versicherungen zu retten."
.
Genau wie bei uns: niemand zwingt Merkel und Schaeuble die bankrotten PIGS zu retten!

Handelsblatt_Leser

03.10.2011, 06:33 Uhr

So ist es!

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