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07.01.2006

11:42 Uhr

HB BRÜSSEL. Die iranische Ankündigung einer Wiederaufnahme ihres Atomprogramms sei „überraschend und unvernünftig“, erklärte die österreichische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag in Brüssel. Der EU-Vorsitz warnte die Führung in Teheran, ein solcher Schritt würde Geist und Buchstaben von acht früheren Entschließungen verletzen. Diese forderten Iran unter anderem auf, alle Aktivitäten zur Anreicherung von Uran zu einzustellen.

Iran hatte Anfang Januar angekündigt, es werde seine Forschungsprogramme für die eigene Herstellung von Kernbrennstoffen wieder aufnehmen, gleichzeitig aber betont, dies bedeute nicht den Beginn der Uran-Anreicherung. Nach Informationen aus Teheran werden Kontrolleure der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) nach dieser Erklärung in den nächsten Tagen die Siegel an den Atomforschungsanlagen des Landes entfernen.

Die EU kritisierte, die iranische Ankündigung komme zu einem Zeitpunkt, zu dem Großbritannien, Frankreich und Deutschland mit Teheran die Möglichkeiten über eine Rückkehr an den Verhandlungstisch im Atomstreit ausloteten. Zudem sei das internationale Vertrauen in die friedlichen Ziele des iranischen Atomprogramms noch lange nicht wieder hergestellt. Ein solcher einseitiger Schritt würde den wiederholten Wunsch der IAEO bei Seite schieben und eine Rückkehr zu Verhandlungen „ernsthaft gefährden“.

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