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04.10.2017

04:22 Uhr

Warren Buffett und Larry Fink

Wall-Street-Schwergewichte kritisieren Trumps Steuerpläne

In gewohnter Art lobte US-Präsident Donald Trump immer wieder sein Steuerkonzept. Andere waren davon weniger überzeugt. Kritik kommt nun auch von zwei Wall-Street-Größen: Warren Buffett und Blackrock-Chef Larry Fink.

Warren Buffett und Larry Fink kritisieren Donald Trumps Steuerpläne AP

Donald Tump

Über seine geplante Steuerreform sagte US-Präsident Donald Trump unter anderem: „Das ist revolutionärer Wandel, und die größten Gewinner sind normale amerikanische Arbeiter.“

WashingtonDie Steuerreform-Pläne von US-Präsident Donald Trump stoßen bei zwei namhaften Wall-Street-Schwergewichten auf Kritik: Die 87-jährige Investorenlegende Warren Buffett und der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, äußerten am Dienstag Zweifel, ob Entlastungen in der angestrebten Größenordnung überhaupt nötig sind. „Wir haben eine Menge von Firmen“, sagte Buffett dem Sender CNBC. „Ich glaube nicht, dass irgendeine von denen in der Welt nicht wettbewerbsfähig ist wegen des Unternehmenssteuersatzes.“

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Der US-Präsident vermarktet seine Steuerreform-Pläne in gewohnt bombastischer Manier als Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahme und Wohlstandsvermehrungsprogramm. Doch tatsächlich profitieren vor allem die Reichen.

Der Reformplan der regierenden Republikaner sieht vor, dass diese Steuer auf 20 Prozent gesenkt wird von derzeit 35 Prozent. Viele multinational agierende Konzerne zahlen allerdings weniger, denn sie machen reichlich Gebrauch von Schlupflöchern im Steuergesetz. Fink betonte, eine Reduzierung des Satzes auf 27 Prozent wäre für die US-Firmen bereits ausreichend und würde den Staatshaushalt weniger belasten. „Was da vorgeschlagen wird, bedeutet eine ziemlich starke Ausweitung unserer Defizite“, sagte der Blackrock-Chef dem Sender Bloomberg TV.
Für Buffett als Investor sind die Steuerpläne nach eigenem Bekunden ein größeres Thema. Normalerweise mache er seine Anlageentscheidungen nicht von Steuerfragen abhängig. Doch diesmal sei das für seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Bedeutung.

Von

rtr

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