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01.04.2016

04:53 Uhr

Washington

IS-Terror wird bei Nukleargipfel Thema sein

Nordkoreas Drohgebärden, der Atomvertrag mit dem Iran und die Sorge vor gestohlenem radioaktivem Material sind nur einige Themen des Nukleargipfels in Washington. Nach den Attacken in Europa geht es auch um den IS.

US-Präsident Barack Obama im Gespräch mit Chinas Präsident Xi Jinping in Washington. AP

Barack Obama, Xi Jinping

US-Präsident Barack Obama im Gespräch mit Chinas Präsident Xi Jinping in Washington.

WashingtonAngesichts nuklearer Drohgebärden Nordkoreas betonen die USA ihren unverbrüchlichen Schulterschluss mit Südkorea und Japan. „Die trilaterale Sicherheitskooperation der drei Länder ist für den Friedenserhalt unverzichtbar“, sagte US-Präsident Barack Obama am Donnerstag nach einem Treffen mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye und Japans Premier Shinzo Abe. Er traf die beiden in Washington vor Beginn des Nukleargipfels.

Mit dem Eintreffen der Delegationen aus über 50 Ländern begannen erste Beratungen von Staats- und Regierungschefs. Für den Abend war ein gemeinsames Dinner geplant. Der Hauptteil des Gipfels ist am Freitag. Für die Bundesregierung nimmt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an dem Treffen teil.

Interesse der Terroristen an nuklearem Material

Der Gipfel befasst sich mit der Gefahr eines Missbrauchs von Nuklearmetarial durch Terroristen. Er wird am Freitag erstmals in diesem Format auch über den Kampf gegen den Islamischen Staat sprechen. „Am Ende des Gipfels werden wir einen internationalen Fokus darauf richten, welche zusätzlichen Schritte wir im Licht der schrecklichen Tragödie in Brüssel unternehmen müssen“, sagte Obama.

Die vielen Namen der Extremistenmiliz IS

Isil

Die Abkürzung steht für „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ und ist vor allem im Englischen noch häufig zu hören. Sie kommt der Übersetzung des arabischen Namens recht nahe. Dort ist vom Islamischen Staat im Irak und „al-Scham“ die Rede, also Großsyrien unter den Omajaden und später den Abbasiden.

Isis

Die Kurzform von „Islamischer Staat im Irak und Syrien“.

Isig

Diese Abkürzung benutzt die Bundesanwaltschaft in ihren Pressemitteilungen. Sie steht für den „Islamischen Staat im Irak und Großsyrien“.

IS

So nennt sich die Organisation selbst seit der Ausrufung ihres Kalifats 2014. Die Abkürzung steht für „Islamischer Staat“. Kritiker lehnen diese Bezeichnung ab, weil sie den Anspruch der Miliz untermauere, einen echten Staat – und noch dazu einen islamischen – geschaffen zu haben. Manche sprechen deshalb vom „sogenannten Islamischen Staat“.

Daesch oder Daisch

Als Alternative ist in den vergangenen Monaten vermehrt die Bezeichnung Daesch oder Daisch in Mode gekommen. Dies ist die arabische Abkürzung für die Bezeichnung „Islamischer Staat im Irak und al-Scham“ (Al Daula al-Islamija fi al-Irak wa al-Scham). In den Ohren von Muttersprachlern klingt sie despektierlich, der IS selbst lehnt sie ab. Das ist ein Grund mehr für Gegner der Extremisten, sie zu verwenden.

Obamas stellvertretender Sicherheitsberater Ben Rhodes sagte, Berichte über das Ausspähen eines belgischen Kernkraftwerks durch den IS zeigten das Interesse der Terroristen an nuklearem Material. „Nuklearer Terrorismus ist eine der größten Bedrohungen unserer gemeinsamen Sicherheit“, erklärte die US-Regierung vor dem Gipfel.

Obama dankte Frankreichs Präsident François Hollande nach einem Gespräch im Weißen Haus am Donnerstag (Ortszeit) dafür, dass er die europäische Gesellschaft im Kampf gegen den Terrorismus zusammengeschweißt habe.

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