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21.10.2014

11:28 Uhr

„We The Economy“

Hollywood-Regisseure erklären die Wirtschaft

VonGrischa Brower-Rabinowitsch

In New York feierte eine neuartige Kurzfilmreihe Premiere: 20 Top-Filmemacher beantworten äußerst unterhaltsam 20 Fragen der Wirtschaft. Das Projekt hat Microsoft-Co-Gründer Paul Allen finanziert. Ein sehenswertes Werk.

Filmszene mit Morgan Spurlock (r.): „Es ist ein Projekt für die Bürger“. screenshot

Filmszene mit Morgan Spurlock (r.): „Es ist ein Projekt für die Bürger“.

New YorkAm Montagabend hatte eine außergewöhnliche Dokumentarreihe ihre Premiere in New York: „We The Economy" erklärt in 20 Kurzfilmen, wie unsere Wirtschaft funktioniert. Für das Projekt haben sich zwei außergewöhnliche Menschen zusammengetan: Microsoft-Mitgründer Paul Allen und der Regisseur und Dokumentarfilmer Morgan Spurlock, der seit der Burger-Doku „Super Size Me“ weltbekannt ist.

Herausgekommen sind Filme wie der von James Schamus, in dem der drei mal für einen Oscar nominierte Regisseur auf humorvolle Weise erklärt, was Geld ist und was es nicht ist. Oder der zauberhaft animierte Film von Lee Hirsch, in dem mit einer Art Schattenspiel erklärt wird, was eine Rezession ist. 20 Filme von 20 unterschiedlichen, preisgekrönten Regisseuren, jeder Film ein kleines Kunstwerk für sich, alle zusammen ein Meisterwerk der wirtschaftlichen Aufklärung.

Star-Regisseure beantworten diese 20 Fragen

How did the economy get started?
Why is the law of supply and demand so powerful?
How do we measure the economy?
How does government regulate the economy?
What is the real value of a dollar?
What is the Federal Reserve?
What causes a recession?
How does Wall Street influence the economy?
Why is our tax system so complicated?
Where do our tax dollars go?
Why do we have budget deficits and a national debt?
Does foreign development aid take away money from domenestic needs?
What is the global trade system?
Is China’s economy a threat or an opportunity for the U.S. economy?
How will the middle class recover from the loss of manufacturing jobs?
What do human rights have to do with the economy?
Is inequality growing?
How do market forces influence our healthcare system?
Why is minimum wage important?
How should we value natural resources in the measurement of our economy?

Unter den Filmemachern sind Joe Berlinger (Paradise Lost), Jon M. Chu (Step Up, G.I. Joe: Die Abrechnung), Schamus (Brokeback Mountain), Adam McKay (Anchorman), Catherine Hardwicke (Twilight: Bis(s) zum Morgengrauen, Dreizehn) und Albert Hughes (The Book of Eli). Unterstützt worden sind sie dabei von Beratern aus der Wirtschaft, unter anderem vom Börsenreporter Markus Koch, der seit 20 Jahren von der New York Stock Exchange auch für das Handelsblatt berichtet.

Schon allein der Ansatz, mit so vielen verschiedenen Filmemachern zusammenzuarbeiten, ist einmalig. Doch das ist nicht das einzige Besondere, was die Reihe auszeichnet. Es ist auch die Art der Finanzierung und der Verbreitung.

Paul Allen, der ein natürliches Interesse an Wirtschaft hat, aber auch ein Anthroposoph ist, hat mit seiner Vulcan Productions sämtliche Produktionskosten übernommen. Das Ziel ist es nicht, das Geld wieder einzuspielen. Das Ziel ist es, die Menschen aufzuklären.

„Es ist ein Projekt für die Bürger“, sagt Karol Martesko-Fenster, zusammen mit Morgan Spurlock und ihrer Firma Cinelan Co-Produzent des Projekts. „Deshalb muss es kostenlos sein.“ Die Webseite des Projekts zeigt alle Partner, bei denen man sich seit Dienstagmorgen die Kurzfilme anschauen kann.

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