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05.03.2013

12:06 Uhr

Wegen Atomwaffentests

UN-Sicherheitsrat berät über Nordkorea-Sanktionen

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen drückt aufs Gas und will noch heute über Sanktionen gegen Nordkorea beraten. Eine Abstimmung wird es nicht geben, doch diese könnte schneller kommen als gedacht.

Soldaten und Zivilisten feiern in Nordkorea die erfolgreichen Atomwaffentests. Die UN berät nun über Sanktionen gegen Nordkorea. dpa

Soldaten und Zivilisten feiern in Nordkorea die erfolgreichen Atomwaffentests. Die UN berät nun über Sanktionen gegen Nordkorea.

New YorkDrei Wochen nach einem Atomtest Nordkoreas wird sich der UN-Sicherheitsrat am Dienstag (1700/MEZ) in einer Dringlichkeitssitzung mit der explosiven Lage auf der koreanischen Halbinsel befassen. Dem Vernehmen nach haben sich die beiden Veto-Mächte USA und China auf Eckpunkte eines Entwurfs mit neuen Strafmaßnahmen gegen Nordkorea geeinigt.

China gilt als Schutzmacht Nordkoreas. Zudem kann China als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates jede Sanktion mit seinem Veto verhindern.

Chronologie: Nordkorea und seine Atombomben

1989

Ein US-Spionagesatellit macht erste Aufnahmen der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon.

1994

Pjöngjang legt den Atomreaktor im Rahmen eines Abkommens mit den USA still und erhält dafür Zusagen für den Bau zweier Leichtwasserreaktoren.

1998

Abschuss einer nordkoreanischen Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-1.

2002

US-Präsident George W. Bush erklärt Nordkorea im Januar zu einem Teil der "Achse des Bösen". Im Dezember reaktiviert Pjöngjang den Atomreaktor Yongbyon und weist Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus.

2003

Nordkorea kündigt im Januar den Atomwaffensperrvertrag auf. Im August beginnen Sechs-Nationen-Gespräche zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms mit Nord- und Südkorea, China, USA, Japan und Russland.

2005

Nordkorea gibt im Februar bekannt, Atomwaffen zur Selbstverteidigung hergestellt zu haben.

2006

Nordkorea nimmt am 9. Oktober den ersten Atombomben-Test vor. Der UN-Sicherheitsrat beschließt Sanktionen.

2007

Nordkorea erklärt sich im Februar bereit, die Anlage in Yongbyon abzuschalten und Atominspektoren wieder ins Land zu lassen. Im Juli erklärt die IAEA, Yongbyon sei geschlossen.

2009

Im April startet Nordkorea eine Langstreckenrakete mit tausenden Kilometern Reichweite. Die Regierung in Pjöngjang zieht sich aus den Sechs-Parteien-Gesprächen zurück und kündigt die Wiederaufnahme des Atomprogramms an. Am 24. Mai nimmt Nordkorea einen zweiten Atombombentest vor. Am 12. Juni werden die UN-Sanktionen verschärft.

2011

Nach dem Tod des langjährigen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il am 17. Dezember kommt sein jüngster Sohn Kim Jong Un an die Macht.

2012

Nach einem fehlgeschlagenen Test der Rakete Unha-3 im April gelingt ein zweiter Abschuss des Raketentyps im Dezember.

2013

Der UN-Sicherheitsrat verschärft am 22. Januar die Sanktionen erneut, zwei Tage später kündigt die Führung in Pjöngjang einen neuen Atomtest an. Am 12. Februar vollzieht Nordkorea nach eigenen Angaben "erfolgreich" einen unterirdischen Atomtest.

2014

In seiner Neujahrsansprache kündigt Diktator Kim Jong-Un gegenüber den USA eine „massive nukleare Katastrophe“ an, sollte auf der koreanischen Halbinsel ein Krieg ausbrechen. Im September veröffentlicht die IAEA einen Bericht, wonach der Atomreaktor Nyongbyon wieder in Betrieb sei, und belegt dies mit Satellitenbildern.

2015

Im Januar bietet Kim Jong-Un an, das Atomwaffenprogramm Nordkoreas aufzugeben, wenn die USA auf gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea verzichten. Im Mai verbreitet Pjöngjang, dass Nordkorea inzwischen auch Langstreckenraketen mit entsprechend miniaturisierten Nuklearwaffen ausrüsten zu können – eine offene Drohung in Richtung USA.

2016

Gleich zu Beginn des Jahres gibt Nordkorea bekannt, erstmals erfolgreich den Einsatz einer Wasserstoff-Bombe getestet zu haben. Chinesische und US-amerikanische Behörden bezweifeln die Behauptung aufgrund seismischer Signale in der Nähe des Testgeländes, die eher auf die Explosion einer Spaltbombe hindeuten. Einen Monat später führt Pjöngjang einen Raketentest durch: Am 7. Februar startet eine Unha-3-Trägerrakete und bringt einen Satelliten in die Erdumlaufbahn. Die USA, Südkorea und Japan werten den Start jedoch als Test einer atomar bestückbaren Langstreckenrakete – und erlassen erneut Sanktionen gegen Nordkorea.

Die genaue Tagesordnung der nicht öffentlichen Ratssitzung am Dienstag war zunächst nicht bekannt. Ein Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums sagte jedoch vor Journalisten in Seoul, dass Beratungen „über Sanktionen gegen Nordkorea“ geplant seien. Unklar sei jedoch, ob auch eine Resolution verabschiedet werde. Es seien „bedeutende Fortschritte“ in den Diskussionen über das Vorgehen gegen Nordkorea erzielt worden. Eine endgültige Vereinbarung habe es jedoch noch nicht gegeben.

Die USA drängen seit langem zu einer härteren Gangart im Verhältnis mit Nordkorea. Washington hatte dem Land immer wieder Hilfe angeboten, wenn es auf sein umstrittenes Atomprogramm verzichtet. Pjöngjang hatte die Hilfe zwar angenommen, im geheimen aber weiter Atombomben entwickelt.

Der Atomtest am 12. Februar hatte weltweit Empörung ausgelöst. Der Weltsicherheitsrat hatte den dritten unterirdischen Atomtest des Landes seit 2006 scharf verurteilt.

Von

afp

Kommentare (2)

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zombie1969

05.03.2013, 10:22 Uhr

Nordkorea muss mit harten Sanktionen weiter isoliert und ausgedünstet werden. Wenn nötig sind die Regierungsgebäude dieses Landes mit gezielten Raketenangriffen zu zerstören, um dieser Regierung klarzumachen, dass die rote Linie überschritten wurde und Verstösse gegen UN-Anordnungen nicht mehr geduldet werden. Der Weltfrieden muss durch die USA und seine Verbündeten mit allen zur Verfügung stehenden Sanktionsmittel verteidigt werden.

Frank3

05.03.2013, 18:20 Uhr

HAST SCHON MAL MIT Hornissen GESPIELT ?? NARR .

ATHEIST SICH Gott
SOUVERÄN
Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

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