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22.03.2017

16:09 Uhr

Wegen Brexit

Norwegen und Island wollen enger kooperieren

Der Brexit wirkt sich auch auf die EWR-Staaten Norwegen und Island aus. Zur Durchsetzung der eigenen Interessen wollen die Nordeuropäer künftig enger zusammenarbeiten – sowohl gegenüber der EU als auch Großbritannien.

Die Nordeuropäer sind zusammen mit Island seit jeher kein EU-Mitglied. dpa

Norwegen

Die Nordeuropäer sind zusammen mit Island seit jeher kein EU-Mitglied.

OsloDie nordeuropäischen Staaten Island und Norwegen wollen sich als Reaktion auf den bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens künftig enger abstimmen. „Wir müssen eine nahtlose Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der EU im EWR sichern und gleichzeitig unsere wichtigen Interessen in den Beziehungen zu Großbritannien wahren“, erklärte der norwegische Minister für die Beziehungen zur EU, Frank Bakke-Jensen, am Mittwoch in Oslo. In einer gemeinsamen Erklärung betonten Bakke-Jensen und der isländische Außenminister Gudlaugur Thordarsson, dass beide Staaten enger bei der Durchsetzung ihrer Interessen kooperieren würden.

Norwegen und Island sind keine Mitglieder der Europäischen Union (EU), gehören zusammen mit Liechtenstein aber dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) an, in dem wesentliche Prinzipien des EU-Binnenmarkts gelten. Dazu gehören der freie Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr.

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Das Parlament hat zugestimmt, jetzt will Theresa May den Antrag auf den EU-Austritt auch stellen. Am 29. März will die Regierungschefin den Brief nach Brüssel schicken. Ab dann tickt die Uhr für die Briten.

Großbritannien will am 29. März den EU-Austritt einleiten. Nach Einreichung des Austrittsantrags haben die britische Regierung und die EU dann zwei Jahre Zeit, die Bedingungen für den Abschied aus der Union zu verhandeln. Im Januar hatte EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier gesagt, die Interessen der EWR-Staaten würden in den Verhandlungen mit Großbritannien eine herausragende Rolle spielen.

Von

rtr

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