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08.03.2017

20:35 Uhr

Wegen „FreeDeniz“-Schild

Journalist bei Cavusoglu-Rede attackiert

Ein Journalist der „Zeit“ ist auf einer Veranstaltung mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach eigenen Angaben angegriffen worden. Er hatte die Freilassung des inhaftierten Journalisten Yücel gefordert.

Die Verhaftung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel gibt Anlass zu Streit. In Hamburg führte er offenbar zum Angriff auf einen „Zeit“-Journalisten. dpa

Besuch des türkischen Außenministers

Die Verhaftung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel gibt Anlass zu Streit. In Hamburg führte er offenbar zum Angriff auf einen „Zeit“-Journalisten.

HamburgBei der Veranstaltung mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Dienstagabend in Hamburg ist ein Journalist der Wochenzeitung „Die Zeit“ nach eigenen Angaben angegriffen worden. Er sei auf dem Gelände der Residenz des Generalkonsuls von mehreren Angreifern mit kleinen Fahnen geschlagen worden, sagte Sebastian Kempkens (28) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Als er vom Gelände geschoben wurde, habe ihn ein Schlag ins Gesicht getroffen. Dabei habe er seine Brille verloren, sei aber nicht verletzt worden. Vor dem Gelände sei ihm gesagt worden: „Du verdankst es Erdogans Menschlichkeit, dass du noch lebst“, schrieb Kempkens auf Twitter.

Anlass sei offenbar gewesen, dass er ein Schild mit der Aufschrift „FreeDeniz“ hochgehalten habe. Mit dieser Parole fordern Unterstützer die Freilassung des in der Türkei inhaftierten „Welt“-Journalisten Deniz Yücel.

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Der Senat zeigte sich durch die Vorwürfe alarmiert. „Ein solches Verhalten wäre ein schwerer Verstoß gegen die Meinungs- und Pressefreiheit und absolut inakzeptabel“, sagte ein Sprecher. In einem Schreiben bat der Staatsrat für Auswärtige Angelegenheiten, Wolfgang Schmidt, den türkischen Generalkonsul um Unterstützung bei der Aufklärung des Vorfalles und um eine Stellungnahme. Die Bürgerschaftsfraktionen der Linken und der Grünen verurteilten den Übergriff scharf und forderten eine lückenlose Aufklärung.

Von

dpa

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