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07.07.2012

15:25 Uhr

Wegen geplanter Mission

Israel kritisiert UN-Menschenrechtsrat

Welche Auswirkungen haben jüdische Siedlungen im Westjordanland auf das Leben von Palästinensern? Um dies herauszufinden, will der UN-Menschenrechtsrat Beobachter in die Region schicken. Israel fühlt sich vorgeführt.

Ein Teil der Mauer zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland. dpa

Ein Teil der Mauer zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland.

Genf/JerusalemDer UN-Menschenrechtsrat in Genf will herausfinden, welche Auswirkungen die jüdischen Siedlungen im Westjordanland auf das Leben der Palästinenser haben. Zu diesem Zweck ernannte der Rat am Freitag drei Vertreterinnen aus Frankreich, Botsuana und Pakistan, die sich vor Ort ein Bild von der Lage machen sollen.

Israel nannte das Vorgehen in einer Reaktion voreingenommen und kündigte an, nicht mit der Mission zusammenarbeiten zu wollen. Der Menschenrechtsrat stelle Israel an den Pranger, während er Menschenrechtsverstöße andernorts systematisch ignoriere, sagte Außenamtssprecher Jigal Palmor.

Im Westjordanland und in Jerusalem - Gebieten, die Israel 1967 von Jordanien eroberte - leben rund 500.000 Israelis. Die Vereinten Nationen betrachten die jüdischen Siedlungen dort als nach internationalem Recht illegal. Die Siedlungen zählen zu den Haupthindernissen für Friedenverhandlungen.

Von

dapd

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

07.07.2012, 17:00 Uhr

aus Frankreich, Botsuana und Pakistan
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Was soll da rauskommen ? Ein Interessenskonflikt ist nicht von der Hand zu weisen !
Das Ergebnis steht schon fest bevor die Reise der drei Damen beginnt !

Matthias

07.07.2012, 19:49 Uhr

Was für ein blöder Kommentar. Wie kann man nur so abfällig über Menschen denken, die man gar nicht kennt?

Das Westjordanland ist nirgends in der Welt als Teil von Israel anerkannt. Selbstverständlich ist es das Recht der UNO sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen, wenn es Meldungen von Menschenrechtsverletzungen gibt. Und welche Vertreter sie dahin schickt, sollte dabei keine Rolle spielen.
Die als einzig bezeichnete Demokratie im Nahen Osten begeht täglich Menschenrechtsverletzungen, was ist daran demokratisch? Darf man dagegen nichts sagen, nur weil es Israel ist? Noch haben die drei Damen gar nichts gesagt, sie wollen sich ein Bild von der Lage machen. Wie so werden sie dafür schon von vornherein kritisiert?
Sicher werden auch anderswo Menschenrechte verletzt. Das gehört aber genau so angeprangert. Der UN-Menschrechtsrat tut das.

Wer sich ein Bild von der Lage in Israel machen will, sollte hinfahren und mit offenen Augen durch das Land fahren, auch mal hinter die Mauer schauen, die Israel in Palästina gebaut hat, und sich die Geschichten der Menschen anhören, die dort leben.
Jeder klar denkende und einigermaßen mit Rechtsempfinden ausgestattete Mensch wird dann andere Kommentare abgeben.

Eine Demokratie sollte auf jeden Fall interessiert sein mit der UNO zusammen zu arbeiten, wenn es um Menschrechtsverletzungen geht. Die brüske Ablehnung Israels trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu schaffen.

Pro-D

18.07.2012, 11:09 Uhr

seit wann kümmern sich Völkermöder und Lügner um geltendes Recht ???


Die Welt wendet sich angeekelt ab von Israel

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