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26.08.2012

12:57 Uhr

Wegen Manöver

Nordkorea droht Amerikanern mit Krieg

Angesichts eines großangelegten Militärmanövers von Südkorea und den USA hat Nordkorea mit einem Krieg gedroht. Es sei mit tödlichen Schlägen zu rechnen, sagte Machthaber Kim Jong Un laut nordkoreanischen Medien.

Koreanische Soldaten jubeln dem Kim Jong Un zu. dapd

Koreanische Soldaten jubeln dem Kim Jong Un zu.

"Wenn die Feinde nur ein Geschoss auf unser unverletzliches Staatsgebiet feuern, wird die gesamte Armee zu einem umfassenden Gegenangriff aufmarschieren", zitierte die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag Machthaber Kim Jong Un. Es sei mit "tödlichen Schlägen" zu rechnen.
"Die mutigen Offiziere warten nur auf einen endgültigen Befehl zum Kampf auf Leben und Tod gegen die Feinde", sagte Kim laut KCNA am Samstag in einer Rede vor Militärangehörigen. Die Geduld Nordkoreas sei "begrenzt". Kim hatte die Macht im kommunistischen Nordkorea im Dezember nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il übernommen. Kurz vor dem US-südkoreanischen Manöver besuchte er eine Einheit seiner Armee und schwor sie auf eine harte Linie ein.

Die Armeen Südkoreas und der USA hatten am Montag ein gemeinsames Manöver gestartet. An der bis Ende August dauernden Militärübung, die vor allem virtuell von den südkoreanischen Kasernen aus und nicht auf freiem Feld stattfindet, nehmen nach Angaben der US-Armee mehr als 30.000 ihrer Soldaten teil. Südkorea ist der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge mit etwa 56.000 Militärangehörigen beteiligt.
Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953 weiterhin offiziell im Kriegszustand. Nach eigenen Angaben besitzt Nordkorea eine Atomwaffe. Experten rechnen seit geraumer Zeit mit einem dritten Atomtest des Landes, nachdem Pjöngjang im Oktober 2006 und im Mai 2009 Bomben testete. Der Westen droht für diesen Fall mit einer Verschärfung bestehender Sanktionen.




Von

afp

Kommentare (5)

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26.08.2012, 15:08 Uhr

Weltweit stehen die Anzeichen auf Krieg - allerdings nicht zufällig.

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26.08.2012, 16:06 Uhr

Ach, keine Aufregung. Die Drohungen kommen regelmäßig immer dann wenn im Süden ein Manöver statt findet.
Z.Z. befindet sich Südkorea auch mit Japan im Clinch wegen ein paar unbewohnter Insel, die Japan aber nach seiner Niederlage bereits 1951 zugesprochen wurden.

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26.08.2012, 16:55 Uhr

Ich versuche mir gerade auszumalen was eine Millionen-Mann Armee mit Equipment aus den 60ern gegen moderne Bomber, Kampfflugzeug, Drohnen, Artillerie und Bombardierungen von See entgegenzusetzen hat.

Ich finde das Ergebnis irgendwie Amüsant....

Aber mal ehrlich,
diese Drohungen dienen doch wahrscheinlich nur
der Zufriedenstellung der mächtigen Militärs in dem Land.

Selbst China, Schirmherr von Nordkorea, hätte kein Interesse daran die USA irgendwie zu reizen. Schließlich sind große Teile von US-amerikanischen Firmen in chinesischer Hand...von den Forderungen den USA gegenüber mal ganz abgesehen. Das Geld wollen die auch mal zurück haben, würden sie aber nicht bekommen wenn Klein-China..ääh...Nordkorea, einen auf großen Macker macht.

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