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29.05.2017

04:52 Uhr

Wegen Russland-Affäre

Trump will mehr Mitarbeiter im Weißen Haus

Aus Sicht des US-Präsidenten sind offenbar mehr Mitarbeiter nötig, um die Russland-Affäre in den Griff zu bekommen. Für die immer neuen Enthüllungen hat Trump bereits einen Schuldigen ausgemacht - die „Fake News Medien“.

Der US-Präsident erwägt wegen der Russland-Affäre mehr Mitarbeiter ins Weiße Haus zu holen. dpa

Donald Trump

Der US-Präsident erwägt wegen der Russland-Affäre mehr Mitarbeiter ins Weiße Haus zu holen.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump erwägt angesichts der Russland-Affäre offenbar, das Personal im Weißen Haus aufzustocken. Die Teams von Anwälten und Kommunikationsexperten sollten erweitert werden, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Sonntag (Ortszeit). Ihr zufolge ist Trump darüber frustriert, dass die bisherige Mannschaft seiner Ansicht nach unfähig ist, immer weitere Enthüllungen der Affäre einzudämmen. Demnach geht der US-Präsident eher davon aus, ein Kommunikationsproblem zu haben - und weniger ein rechtliches.

Während Trump noch auf Auslandsreise weilte, stieß sein langjähriger Anwalt Marc Kasowitz zum Team von Rechtsexperten hinzu, das die verstärkten Ermittlungen zur russischen Einflussnahme auf den Präsidentenwahlkampf sowie mögliche Verbindungen von Trump-Leuten nach Moskau schultern soll. Es wird erwartet, dass noch weitere Anwälte folgen - ebenso wie Berater zur Krisenkommunikation.

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Ebenfalls zurück ins Team könnten demnach Trumps früherer Wahlkampfmanager Corey Lewandowski sowie dessen Stellvertreter David Bossie kommen. Darüber hätten beide mit Trump vor dessen Auslandsreise gesprochen, hieß es aus informierten Kreisen. Lewandowskis Rückkehr wäre bemerkenswert, da Trump ihn nach Streitigkeiten mit seinem Personal und seinen Kindern entlassen hatte. Dennoch genießt Lewandowski Trumps Vertrauen - etwas, das viele von dessen Beratern nicht haben.

Während Trump auf Reisen war, hatte es fast täglich neue Leaks gegeben. Medien berichteten unter anderem, dass sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner ins Visier der FBI-Ermittlungen geraten ist. Die neusten Enthüllungen drehten sich um einen mutmaßlichen geheimen Kommunikationskanal, den Kushner im Dezember angeblich für den damals geplanten Sicherheitsberater Michael Flynn nach Russland aufbauen wollte. Neben dem FBI untersuchen auch diverse Ausschüsse des US-Kongresses die Russland-Affäre.

Zurück in der Heimat postete Trump am Sonntag eine Reihe von wütender Tweets, in denen er die „Fake News Medien“ abermals kritisierte. Die Berichte über Kushners geplanten geheimen Kommunikationsdraht bezeichnete er als „fabrizierte Lügen“. Konkret schrieb er: „Es ist meine Meinung, dass viele Leaks, die aus dem Weißen Haus kommen, fabrizierte Lügen sind.“ Er fügte hinzu: „Wenn immer Sie die Worte „Kreise sagen“ in den Fake-News-Medien sehen, und sie keine Namen nennen ... ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Quellen nicht existieren, sondern von Fake-News-Schreibern erfunden werden.“

Von

ap

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