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30.09.2014

13:45 Uhr

Wegen Russland-Embargo

EU stockt Agrarhilfen um 165 Millionen Euro auf

Die Europäische Union stockt ihre Agrarhilfen auf, um Überschüsse am Markt für verderbliche Früchte und Gemüsesorten abzubauen. Dafür sollen bis zu 165 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Landwirte werden von der Europäischen Union unterstützt. dpa

Landwirte werden von der Europäischen Union unterstützt.

BrüsselDie Europäische Union stockt ihre Hilfe für Landwirte wegen des russischen Importstopps von Agrarprodukten um bis zu 165 Millionen Euro auf. Das Geld solle dazu dienen, Überschüsse am Markt für verderbliche Früchte und Gemüsesorten abzubauen, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Die Hilfe kommt zu den bereits zugesagten 125 Millionen Euro hinzu, soll aber nur über einen neuen Verteilungsschlüssel gewährt werden.

Die vorherigen Zuschüsse waren zunächst gestoppt worden, weil Landwirte nach Angaben der Brüsseler Behörde mehr Geld beantragt hatten als sie durch den Verkauf von Produkten eingenommen hätten. Russland hatte als Reaktion auf westliche Wirtschaftssanktionen im Ukraine-Konflikt ein Importverbot für Agrarprodukte aus der EU verhängt. Betroffen sind davon vor allem Obst- und Gemüselieferungen sowie Milchprodukte.

Meilensteine der EU

25. März 1957

Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden schließen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).

1968

Die Länder der EWG vollenden den Binnenmarkt und schaffen alle Zölle auf gegenseitige Exporte und Importe ab.

1. Januar 1973

Dänemark, Irland, Großbritannien und Nordirland treten der EWG und EURATOM bei.

1. Januar 1981

Griechenland tritt der EWG bei.

1. Januar 1986

Portugal und Spanien treten der EWG bei.

7. Februar 1992

Maastrichter Vertrag über die Europäische Union. Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert. Außerdem wird die Gründung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beschlossen.

1. Januar 1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16 März 1995

Inkrafttreten des Schengener Abkommens über den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

1. Januar 1999

11 EU-Länder führen die Gemeinschaftswährung Euro ein – darunter Deutschland. Zunächst als Buchgeld, ab 1. Januar 2001 mit eigenen Münzen und Scheinen.

1. Mai 2004

Die EU erweitert sich nach Osten und nimmt Polen, Tschechien, Ungarn die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten auf. Außerdem treten Zypern und Malta der EU bei.

1. Januar 2007

Bulgarien und Rumänien werden EU-Mitglied.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis wegen ihres Beitrags zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Demokratie.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Vittorio Queri

30.09.2014, 14:05 Uhr

>> EU stockt Agrarhilfen um 165 Millionen Euro auf <<

Und wo kommen diese Gelder her ?

Hier muss nämlich der europäische Steuerzahler wieder blechen...für die Sanktionsspielchen einer Murksel.

Die Polen haben angeblich das Fünffache bei der EU beantragt, was alle Ausfälle der ganzen EU im Zusammenhang mit der Sanktionen der Russen in Summe ausmacht.

Also gibt es auch Gewinner der Russensanktionen !

Herr Hans Karpf

30.09.2014, 15:41 Uhr

Den Landwirten sollen Erlöse von etwa 6 Mrd. durch die Sanktionen entgehen. Vielleicht finden die für 1-2 Mrd. Alternativmärkte. Den Rest dürften die Bauern tragen. Mit groß Investieren oder Konsumieren ist für die in der nächsten Zeit nicht. Muss Draghi eben ein paar Mrd. mehr Drucken. Solange alle glauben, dass die Staatsschulden zurückgezahlt werden können, ist ja noch alles gut.

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