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25.12.2013

13:30 Uhr

„Weihnachtsansprache“

Snowden fordert Ende der Massenüberwachung

Im Osten nichts Neues: Aus seinem russischen Exil hat sich NSA-Informant Edward Snowden mit einer alternativen Weihnachtsansprache an die Welt gewandt. Darin fordert er vor allem eins: Besseren Schutz der Privatsphäre.

Alternative Weihnachtsansprache im britischen Fernsehen: Edward Snowden. AFP

Alternative Weihnachtsansprache im britischen Fernsehen: Edward Snowden.

LondonDer frühere externe Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, Edward Snowden, hat zur Beendigung der weltweiten Massenüberwachung aufgerufen. Der Autor George Orwell habe in seinem Buch „1984“ einst vor den Gefahren dieser Art von Informationen gewarnt, sagte Snowden in einer alternativen Weihnachtsbotschaft des britischen Senders Channel 4. Die in dem Buch aufgeführten Überwachungsmethoden seien jedoch nichts im Vergleich zu dem, was heute möglich sei.

„Wir haben alle Sensoren in unseren Taschen, die uns verfolgen, wohin wir auch gehen.“ Die Privatsphäre eines jeden Menschen sei aber wichtig und müsse bewahrt werden.

Nach Angaben der britischen Zeitung „The Guardian“ vom Dienstag entstand der kurze Film in Russland in Zusammenarbeit mit der Filmemacherin Laura Poitras, die mit Snowden bei der Veröffentlichung von Geschichten über die NSA eng zusammengearbeitet habe. Es handele sich um den ersten Fernsehauftritt von Snowden seit seiner Ankunft in Moskau, schrieb der „Guardian“.

Der Sender Channel 4 stahlt seit 20 Jahren zu Weihnachten Beiträge von ungewöhnlichen aber wichtigen Persönlichkeiten aus. Es soll eine Alternative zur Weihnachtsbotschaft von Queen Elizabeth darstellen.

Edward Snowden ist von einer Handelsblatt-Jury zur Person des Jahres 2013 gekürt worden: Wie niemand zuvor stellte er die USA bloß. Er deckte den Kontrollwahn der Geheimdienste auf. Ex-„Spiegel“-Chefredakteur Georg Mascolo würdigt, wie der 30-Jährige zum wichtigsten Whistleblower der Geschichte wurde. Die Laudatio finden Sie im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Von

dpa

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