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23.01.2009

12:53 Uhr

Weißes Haus

Obamas Team motzt über Steinzeit-Technik

VonNils Rüdel

Keine Laptops, überholte Software, Facebook-Verbot: Der Internet-begeisterte neue US-Präsident muss sich mit einem Weißen Haus 1.0 abfinden. Außerdem sollen seine Mitarbeiter frustriert sein, weil bei der Technik vieles noch nicht klappt. Sie mussten sich einiges einfallen lassen.

Bei allem Ärger über veraltete Technik - Obama darf weiterhin einen Blackberry nutzen. Foto: ap ap

Bei allem Ärger über veraltete Technik - Obama darf weiterhin einen Blackberry nutzen. Foto: ap

WASHINGTON. Manchmal muss der Wandel etwas warten, selbst bei Barack Obama. Der Mann, der den großen „Change“ versprach, hat offenbar Probleme mit dem kleinen Change – dem an seinem Arbeitsplatz. Der neue Internet-Präsident, der wie kein anderer E-Mails, Blogs, Social Networks und Blackberry für seine Wahl zu nutzen wusste, findet nach den Bush-Jahren eine Technikwüste im Weißen Haus vor: Telefone ohne Anschluss, Computer mit uralter Software und Sicherheitsvorschriften, die die neuen Mitarbeiter frustrieren, wie die „Washington Post“ berichtet.

„Es ist, als müsste man von der Xbox auf den Atari umsteigen“, motzte Obamas Sprecher Bill Burton. So sei etwa der Kontakt zu Unterstützern über die Online-Plattform Facebook ebenso tabu wie externe E-Mail-Accounts oder Instant Messaging.

Und dann die Technik. Am Tag nach der Vereidigung ging es nach dem Bericht recht chaotisch zu. Leitungen waren den ganzen Vormittag besetzt, Anrufer bei der Zentralnummer hörten ein Band, das ihnen die Homepage des Weißen Hauses ans Herz legte. Dort ließ die versprochene neue Informationspolitik auf sich warten. So stand bis zum Abend dort noch nichts über Obamas Tagesaktivitäten, außerdem behauptete die Seite wahrheitswidrig, dass der Präsident noch keine Befehle ausgegeben hat. Stimmte gar nicht.

Wie am ersten Schultag war es laut „Post“ am ersten Arbeitstag des Präsidenten. Berater liefen wirr herum und suchten ihr Büro, andere ließen sich stundenlang Regeln erklären, etwa, wie sie ihre Gehaltsschecks bekommen. Und immer wieder Papierkram.

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