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01.03.2017

07:01 Uhr

Weißes Haus privat

Conway kniet auf Sofa, Spicer gibt den Osterhasen

Bei einem Besuch von Vertretern afro-amerikanischer Universitäten kniete Kellyanne Conway mit Schuhen an den Füßen auf dem Sofa im Weißen Haus. In den sozialen Medien wird die Präsidentenberaterin dafür kritisiert.

Während Trump Vertreter von Colleges und Universitäten empfängt, kniet seine Beraterin mit Schuhen an den Füßen auf dem Sofa. dpa

Kellyanne Conway auf dem Sofa im Oval Office

Während Trump Vertreter von Colleges und Universitäten empfängt, kniet seine Beraterin mit Schuhen an den Füßen auf dem Sofa.

WashingtonGroße Politik und private Anekdötchen: Das Weiße Haus ist für beides gut. Am Dienstag tauchten Bilder auf, die hochrangige Mitarbeiter in ungewohnten Posen zeigte.

Die schillernde Präsidentenberaterin Kellyanne Conway kniete mit Schuhen an den Füßen auf dem Sofa im Weißen Haus. In dieser Position filmte sie mit ihrer Handykamera ein Treffen von Vertretern afro-amerikanischer Universitäten mit Präsident Donald Trump.

In Sozialen Netzwerken wurde Conway dafür kritisiert, es sich in dem Büro des Präsidenten allzu gemütlich zu machen. Andere verwiesen jedoch auch darauf, dass sich Ex-Präsident Barack Obama wiederholt mit Füßen auf dem Schreibtisch habe fotografieren lassen und die Frage nach dem Respekt vor dem Amt damals nicht gestellt worden sei.

Das sind Trumps Kommunikatoren

Komplexer Kommunikationsapparat

US-Präsident Donald Trump hat im Weißen Haus einen komplexen Kommunikationsapparat zur Verfügung. Nach der Amtsübernahme ist eine genaue Struktur noch nicht klar, aber einige Figuren ragen heraus.

Sean Spicer (45)

Sprecher des Weißen Hauses, früher Sprecher der Republikaner. Er gehört zu denen, die den unmittelbarsten Kontakt zu Medienvertretern haben, fast täglich. Versuchte nach einem Auftritt mit mehreren nachgewiesenen Lügen die Wogen zu glätten. Soll die Politik des Präsidenten erklären. Sein Verhältnis zu Medien und seine Auffassung der Rollen sind noch nicht klar definiert.

Kellyanne Conway (50)

Ursprünglich Meinungsforscherin, jetzt als offizielle Beraterin des Präsidenten gewiefte Vertreterin der Abteilung Attacke. Deutet und verteidigt Trump mit fast maschineller Beharrlichkeit. Schwer zu greifen. Sehr präsent in Talkshows. Gibt den Tagen oft durch morgendliche Auftritte einen Spin mit. War eine der entscheidenden Figuren für Trumps Wahlsieg.

Stephen Bannon (63)

Der Mann für die langen Linien. Ehemaliger Banker, Chef der stramm konservativen Webseite Breitbart, firmiert als Chefstratege. Wird als blitzgescheiter Mann ohne viele Skrupel beschrieben. Kritiker sagen, er solle Trump weiter ein rechtskonservatives Spektrum erschließen. Ist sichtbar, aber meist eher im Hintergrund. Soll Mitautor von Trumps Antrittsrede sein.

Hope Hicks (28)

Offizieller Titel „Direktorin für strategische Kommunikation“. In Trumps innerstem Kreis die einzige Frau, die nicht zur Familie gehört. Wirkt fast ausschließlich hinter den Kulissen, ist Trump angeblich in gusseiserner Treue verbunden. Arbeitete vorher für seine Firma und seine Tochter Ivanka. Hat angeblich das Ohr des Präsidenten, Journalisten sehen in ihr einen möglichen Zugang zu ihm.

Dan Scavino (geb. 1976)

Verantwortet im Weißen Haus den Bereich Social Media – für Trump von besonderer Bedeutung. Hat auch den präsidialen Twitter-Account @POTUS unter sich. Managte einen von Trumps Golfclubs, verantwortete 2016 die sozialen Medien Trumps im Wahlkampf.

Stephen Miller (31 oder 32)

Politikberater im Weißen Haus. Bevor er in Trumps Wahlkampfteam kam, arbeitete er für den US-Justizminister Jeff Sessions. Jüdischen Glaubens. Wird als ultrakonservativ beschrieben, ist angeblich mit Richard Spencer befreundet, dem Anführer der so genannten „Alt Right“-Bewegung, einer Gruppierung von Rechtsextremen. Soll mit Bannon die Antrittsrede Trumps geschrieben haben.

Quelle: dpa

Ein anderes Foto zeigt Trumps Sprecher Sean Spicer im Kostüm eines Osterhasen. In seiner Zeit als Mitarbeiter in der Administration von Ex-Präsident George W. Bush hatte der inzwischen für seine harte Linie gegenüber Journalisten bekannte Spicer für zwei Jahre das Hasen-Kostüm übergestreift. In der Rolle als Regierungs-Osterhase hatte er sogar einmal ein Interview gegeben. „Es ist sehr heiß in dem Kostüm“, ist eine der überlieferten Erkenntnisse.

Von

dpa

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