Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2015

16:49 Uhr

Weißrussland

Lukaschenko will erneut kandidieren

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko sieht sich als Garant für Stabilität. Im November will er bei der Präsidentenwahl deshalb erneut kandidieren. Sein Verhältnis zu Russland verschlechterte sich zuletzt.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko regiert die frühere Sowjetrepublik seit 1994 mit harter Hand. dpa

Mit harter Hand

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko regiert die frühere Sowjetrepublik seit 1994 mit harter Hand.

MinskWeißrusslands Staatschef Alexander Lukaschenko will bei der Präsidentenwahl im November erneut kandidieren. „Bezüglich meines Rückzugs habe ich dem Kreml sehr entschieden gesagt: Unmöglich mich zu beugen, weder Moskau noch dem Westen wird dies gelingen“, sagte Lukaschenko am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. „Man kann mich hängen, man kann mich töten, aber es ist unmöglich, meine Ansichten, meinen politischen Kurs zu verändern.“ Nur er könne einen Zusammenbruch des Landes verhindern, betonte der seit mehr als 20 Jahren amtierende Machthaber.

Sollte er weiterhin bei guter Gesundheit bleiben, werde er zu der für den 20. November geplanten Präsidentenwahl antreten, sagte der Staatschef, der die frühere Sowjetrepublik seit 1994 mit harter Hand regiert. Er habe „nicht das Recht“ zu gehen, da er sonst, „wenn das Land zusammenbricht“, zu Recht dafür verantwortlich gemacht würde, sagte Lukaschenko. Der autoritäre Machthaber war zuletzt 2010 mit offiziell 80 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden. Proteste der Opposition gegen die Wahl wurden gewaltsam niedergeschlagen.

Das Verhältnis Lukaschenkos zu Russland verschlechterte sich zuletzt wegen der Krise in der Ukraine. Trotz der engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Weißrussland und seinem großen Nachbarn im Osten distanzierte sich Lukaschenko von Moskau. In der Hauptstadt Minsk fanden wiederholt Verhandlungen zwischen Vertretern Kiews und Moskaus zur Beilegung des Konflikts im Osten der Ukraine statt. Am Freitag sollen in Minsk erneut Vertreter der sogenannten Kontaktgruppe zu Gesprächen über eine neue Waffenruhe zusammenkommen.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×