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08.03.2013

15:28 Uhr

Weiter in Gefangenschaft

Freilassung von UN-Soldaten gescheitert

Die 21 UN-Soldaten, die von syrischen Rebellen gefangen genommen wurden, sind weiter in deren Gewalt. Eigentlich sollten die Blauhelme am Freitag frei kommen. Doch die Rebellen wollen erst ihre Forderungen erfüllt sehen.

Der Screenshot eines von angeblichen syrischen Rebellen ins Internet gestellten Videos zeigt bewaffnete Kämpfer, die nach ihren Angaben vor einem UN-Fahrzeug auf den Golanhöhen posieren. Die Rebellen nahmen am Mittwoch 21 philippinische Blauhelme gefangen. dpa

Der Screenshot eines von angeblichen syrischen Rebellen ins Internet gestellten Videos zeigt bewaffnete Kämpfer, die nach ihren Angaben vor einem UN-Fahrzeug auf den Golanhöhen posieren. Die Rebellen nahmen am Mittwoch 21 philippinische Blauhelme gefangen.

Istanbul/ManilaDie Geiselkrise in Syrien wird zu einem Test dafür, wie viel Einfluss die syrische Opposition auf die bewaffneten Aufständischen hat. Ein Sprecher der Nationalen Syrischen Koalition in Istanbul sagte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag, das Oppositionsbündnis habe eine Delegation nach Jordanien geschickt, um dort mit Kommandeuren der Freien Syrischen Armee (FSA) über die Freilassung der 21 philippinischen UN-Soldaten zu sprechen.

Der Sprecher lehnte es jedoch ab, die Gefangennahme der Blauhelme zu verurteilen. Stattdessen sagte er, diese würden „wie Gäste behandelt“. Außerdem hätten die Rebellen „Beweise“ dafür, dass die UN-Soldaten den Regierungstruppen geholfen hätten, wenn auch offensichtlich nicht militärisch.

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Syrische Rebellen haben auf Facebook angekündigt, die 21 verschleppten Uno-Soldaten in Kürze freizulassen. Zuvor hatte der Sicherheitsrat die Entführung scharf verurteilt und Einsatzkräfte in die Region geschickt.

Der Sprecher der philippinischen Armee, Arnulfo Burgos, hatte zuvor erklärt, die Blauhelmsoldaten sollten Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz übergeben werden, die sie aus der Region in sicheres Gebiet bringen sollen. „Die Rebellen wollen, dass das Rote Kreuz sie (die Blauhelme) übernimmt und begleitet“, sagte Burgos. In einer Video-Botschaft hatten die Entführer außerdem den Abzug der Regierungstruppen aus dem Jarmuk-Tal gefordert.

Die Soldaten waren am Mittwoch in der syrischen Provinz Daraa unweit der von Israel besetzten Golanhöhen verschleppt worden. Sie gehören der Undof-Mission an, die eine syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golanhöhen überwacht. Die für die Entführung verantwortliche Märtyrer-von-Jarmuk-Brigade war deswegen schon am Vortag von etlichen Revolutionären scharf kritisiert worden.

Acht andere UN-Blauhelme setzten sich wegen der Kämpfe in Syrien nach Israel ab. Angesichts der Gefechte zwischen regulären syrischen Truppen und Rebellen um den Ort Dschamla hätten die Soldaten um ihr Leben gefürchtet, berichtete die israelische Zeitung „Haaretz“ am Freitag. Sie dienten in der selben Einheit wie die 21 Philippiner, die am Mittwoch von Rebellen als Geiseln genommen worden waren. Eine Sprecherin des israelischen Militärs bestätigte auf Anfrage, dass die acht Soldaten in Israel seien.

Kommentare (1)

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08.03.2013, 12:52 Uhr

Nun aber stellt sich die frage , was sie (die Rebellen ) damit erreicht haben und was sie erreichen wollen .
Sollen sie "frei gekauft"werden ? Eingetauscht oder ist das nur eine strategische Ablenkung , diese "Soldaten" stellt man ja nicht einfach irgendwo auf .
Was hat diese Entführung für einen Sinn ???

Wie weit die Golan - Angelegenheit nun aus dem Ruder gelaufen ist zeigt uns dieser Beitrag von aro1 .
Es wird in unsern Medien immer nur von einer Entführung gesprochen , aber sehen sich das Video mal an , der Golan ist eigentlich eine entmilitarisierte Zone , nicht vergessen !!!

Nach Allem, was in den letzten Tagen so berichtet wird, haben sunnitische El Kaida Anhaenger die groessten Teile des israelisch-syrischen Grenzgebiets im Golan uebernommen.

Gestern veroeffentlichten sie ein Video, in dem sie sich bewaffnet einige zig Meter vor dem Grenzzaun mit Israel filmen. Aufgeregt kommentierend zeigen sie eine israelische Grenzpatroullie. (Liebe Leute bei Zahal: Warum denn schon wieder nur leichte Jeeps? Ihr wisst, dass sie RPGs haben, ein paar Meter vom Grenzzaun stehen und jederzeit losschlagen koennen? Schickt ihnen ne Landdrohne oder einen Merkava.)

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