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10.05.2011

21:46 Uhr

Weitere Hilfen

Merkel zögert mit Milliarden für Griechenland

Griechenland braucht noch mehr Geld - aber Bundeskanzlerin Angela Merkel zögert mit weiteren Zusagen. Finanzminister Wolfgang Schäuble stemmt sich indes vehement gegen einen Euro-Austritt Griechenlands.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das Lachen beim Gedanken an Griechenland vergangen. Quelle: Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das Lachen beim Gedanken an Griechenland vergangen.

Brüssel/AthenDeutschland zögert mit einer schnellen Zusage weiterer Hilfskredite für das hoch verschuldete Griechenland. „Ich muss zunächst die Ergebnisse der Prüfung durch die EZB, die EU-Kommission und den Internationalen Währungsfonds abwarten, bevor ich mich dazu äußern kann“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag. „Alles andere würde Griechenland auch nicht helfen.“ Zusätzliche Kredite schloss sie aber grundsätzlich nicht aus. In Medienberichten war von weiteren Hilfen im Volumen von bis zu 60 Milliarden Euro die Rede, die derzeit vorbereitet würden. In Kreisen der Euro-Zone hieß es dagegen, der Bedarf Griechenlands an Finanzhilfe sei unklar. Jegliche Zahlen, die darüber kursierten, seien falsch. „Es gibt keine formellen Verhandlungen“, hieß es.

Vertreter von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sind derzeit in Athen, um die Fortschritte Griechenlands bei der Umsetzung seines Reformprogramms zu überprüfen. Bisher hätten die Experten noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob Griechenland seine Ziele erreicht habe und deswegen die nächste Tranche des 110 Milliarden Euro schweren Hilfspakets ausgezahlt werden könne, sagte ein Vertreter eines Euro-Staats. Es hapere derzeit bei der Umsetzung der Reformen. Weder die Sanierung des Staatshaushaltes noch die geplanten Privatisierungen kämen zufriedenstellend voran. Erst wenn Griechenland das sicherstelle, könne über zusätzliche Hilfen verhandelt werden.

Forderungen nach einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone trat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vehement dagegen. „Alles wäre besser als ein Austritt“, sagte Schäuble am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bevor über neue Hilfen entschieden werden können, müsste zunächst die Bewertung der EU/IWF-Kommission abgewartet werden. Ähnlich äußerte sich EU-Währungskommissar Olli Rehn. Eine Entscheidung könne erst in einigen Wochen fallen.

Kommentare (8)

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bernd

10.05.2011, 22:14 Uhr

"Alles wäre besser als ein Austritt (Griechenlands)" sagt Schäuble, dann sollte man ihn beim Wort nehmen und wohl Deutschland austreten lassen...

Rainer_J

10.05.2011, 22:16 Uhr

Zitat des Volksveräters Schäuble:"Alles wäre besser als ein Austritt"

Alles? Wie wäre es 100% der Steuergelder nach Griechenland zu überweisen?

Wie gestört ist der Spinner eigentlich?

MobMike

10.05.2011, 22:17 Uhr

Merkel zögert und wird dann umso mehr deutsches geld nach griechenland schicken. Wie gewohnt. Ich würde mich über ihren tod übrigens freuen.

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