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29.06.2012

19:20 Uhr

Weltbank

Kim löst Zoellick an der Spitze ab

Der neue Weltbank-Chef Jim Yong Kim wird zum Monatswechsel seinen Dienst an der Spitze der Organisation antreten. Als Mediziner kündigte er an, die Weltbank künftig verstärkt auf Gesundheitsthemen ausrichten zu wollen.

Der neue Weltbank-Chef Jim Yong Kim. Reuters

Der neue Weltbank-Chef Jim Yong Kim.

WashingtonWechsel an der Weltbank-Spitze: Der Amerikaner Jim Yong Kim tritt mit dem Monatswechsel als Präsident der internationalen Finanzeinrichtung an. Rund zweieinhalb Monate nach seiner Wahl durch den Exekutivrat übernimmt er in Washington die Amtsgeschäfte von seinem Landsmann Robert Zoellick, der nach fünf Jahren bei der Organisation künftig für zwei US-Forschungsinstitute arbeiten wird. Zoellick hatte im Februar erklärt, nicht für eine weitere Amtszeit bei der Weltbank zur Verfügung zu stehen.

Der von US-Präsident Barack Obama für den Posten nominierte Kim gilt als unorthodoxe Wahl. Anders als viele seiner elf Vorgänger ist er kein Finanzfachmann, sondern ein Arzt. Der 52-Jährige kündigte an, aufbauend auf seinen Erfahrungen die Entwicklungshilfe-Einrichtung mehr auf Gesundheitsthemen auszurichten. Der gebürtige Südkoreaner ist Mitbegründer der humanitären Einrichtung „Partners in Health“, die sich seit einem Vierteljahrhundert für die weltweite medizinische Behandlung von Armen einsetzt. Zudem war er Direktor der Aids- und HIV-Abteilung bei der Weltgesundheitsorganisation WHO. Zuletzt leitete er die Elite-Universität Dartmouth im Staat New Hampshire.

Die Weltbank wird seit ihrer Gründung traditionell von einem Amerikaner geführt, während der Internationale Währungsfonds (IWF) als Schwesterorganisation stets eine europäische Spitze bekommt. Erstmals waren im diesjährigen Auswahlprozess auch Gegenkandidaten zugelassen, am Ende setzte sich aber der US-Bewerber durch. Die Hauptaufgabe der UN-Sondereinrichtung mit 188 Mitgliedsländern und 9000 Mitarbeitern weltweit liegt seit den 1960er Jahren in der Entwicklungshilfe. Ihre vergebenen Kredite und Bürgschaften belaufen sich auf mehr als 50 Milliarden Dollar (39,7 Mrd Euro).

Von

dpa

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