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10.10.2013

16:48 Uhr

Weltbank-Studie

400 Millionen Kinder in „entsetzlicher“ Armut

In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der extrem armen Menschen auf der Welt verringert. Doch laut einer neuen Studie der Weltbank sind gerade Kinder betroffen, um genau zu sein: 400 Millionen Kinder.

Kinder in Indien: „Entsetzliche Situation.“ dpa

Kinder in Indien: „Entsetzliche Situation.“

WashingtonAuf der Welt leben einer neuen Studie zufolge 400 Millionen Kinder in extremer Armut. Das sei rund ein Drittel aller Menschen, die mit weniger als 1,25 US-Dollar (0,92 Euro) pro Tag auskommen müssten, teilte die Weltbank am Donnerstag in Washington mit. Die internationale Gemeinschaft müsse alles dafür tun, die Kinder aus ihrer „entsetzlichen Situation“ zu befreien, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Er sprach von einer großen und dringenden Herausforderung.

In einkommensschwachen Ländern liege der Anteil der Kinder in extremer Armut sogar bei der Hälfte. Für die meisten sei es derzeit unmöglich, sich im Laufe ihres Lebens aus der Lage zu befreien.

Insgesamt sei die Zahl der sehr armen Menschen in den vergangenen drei Jahrzehnten aber um 721 Millionen auf 1,2 Milliarden gesunken. „Wir sind Zeugen eines historischen Moments, in dem sich die Menschen selbst aus der Armut befreien“, sagte Kim bei einer Pressekonferenz zum Auftakt der gemeinsamen Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Die meisten Fortschritte habe es in Indien und China gegeben, während die Situation in Afrika weiter schlecht sei.

Das Ziel seiner Organisation sei, den Anteil der extremen armen Menschen bis 2020 auf neun Prozent zu reduzieren. „Unsere Strategie ist kühn“, sagte er.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

10.10.2013, 17:31 Uhr

Das ist so gewollt. Unglaublich aber wahr.

Wer es nicht glaubt soll die Bücher von Jean Ziegler lesen,ehemaliger UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Ernährung.

Warum?

http://www.stefan-rothe.ch/wiki/_media/ict:spreadsheet:weltbevoelkerung-punkt.png

...und warum wird dieses Thema nicht öffentlich diskutiert, wo es doch das wichtigste Thema der Menschheit in diesen Tagen ist? Raten Sie mal...

Tabu

10.10.2013, 19:10 Uhr

Die Macht der Kulleraugen

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1626655/

vier der großen Patenschaftsorganisationen Plan, World Vision,
SOS-Kinderdörfer und die Kindernothilfe kommen hierzulande
zusammen auf über 500.000 Fördermitglieder.
Mitglieder die Patenschaften übernommen haben für manchmal bis zu
drei - Kindern.
Zum Beispiel Wolfgang Thielmann ist seit zehn Jahren Pate bei der Kindernothilfe ist.
Zusammen mit seiner Familie hat er in dieser Zeit insgesamt drei Kinder mit einer Patenschaft langfristig unterstützt.

Insgesamt 550.000 eingetragene Vereine und etwa 18.000 Stiftungen werben jedes Jahr um Zuwendungen. Kinderpatenschaftsorganisationen liegen im Rennen um die Spendergunst ganz vorn. So konnte Plan International Deutschland seine Spendeneinnahmen von 38 Millionen Euro im Jahr 2002 auf 86 Millionen Euro im Jahr 2009 steigern. Im vergangenen Jahr legte das Kinderhilfswerk erneut zu und verbuchte Spenden in Höhe von 99 Millionen Euro. Beim christlichen Hilfswerk World Vision schwollen die Zuwendungen im gleichen Zeitraum von 62 auf 68 Millionen Euro an.
Die Kindernothilfe verbuchte ebenfalls starke Zuwächse. Ihre Erlöse wuchsen von 46 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 47,7 Millionen im Jahr 2009. Im vergangenen Jahr schnellten die Einnahmen wegen der Katastrophen in Haiti und Pakistan auf 76 Millionen Euro hoch.

Bei Organisationen, die nicht mit Kinderpatenschaften arbeiten, fällt die Bilanz nicht so beeindruckend aus.

Ja und dann wäre da noch die jahrzehntelange Entwicklungshilfe,die
bis jetzt auf bis zu 2 Billionen Dollar geschätzt wird.

Zusätzlich soll sich die Afrikanische Bevölkerung bis 2050
mehr als verdoppelt haben.
Je mehr man hilft,desto mehr Kinder werden gemacht.
Lohnt sich scheinbar,mit den Patenschaften für den ich
vermute mal Erzeuger.
Keiner weiß,ob das Geld bei den Kindern ankommt.



besser_direkt

10.10.2013, 23:23 Uhr

Keiner weiß,ob das Geld bei den Kindern ankommt
____________________

Genau das dachte ich mir auch, wie ich mir das Programm von Plan angeschaut habe. Jeglicher Kontakt wird über Plan organisiert und kontrolliert.

Es ist auch Tatsache, dass sehr viel für "Verwaltung" draufgeht. Wenn 20 % ankommen bei den Betroffenen, dann dürfte dies in der Regel viel sein.

Deshalb ist es wesentlicher besser, dies direkt zu machen, wenn man an so etwas interessiert ist. Also konkrete Kinder zu fördern, die man kennt, wenn man so etwas tun will. Was jedoch auch bedeutet, dass man die Gepflogenheiten des Landes einigermassen kennen sollte und auch Kontrolle ausüben muss, um sicher zu gehen, dass 100 % dort ankommen.
Es bedeutet allerdings auch, dass man sich im Klaren sein muss, dass es sich um eine langfristige Sache handelt, bis eben das Ziel einer anständigen Ausbildung erreicht ist.
So etwas kostet mich in Asien ca. 400 € im Jahr für zwei Kinder, wobei diesen dadurch der Zugang zu einer lokalen "Elite"schule möglich ist inkl. aller beikommenden Kosten wie Schuluniform, Bücher etc.

Abziehen von der Steuer kann man das allerdings nicht (auch mit gültigen Rechnungen inkl. aufgeschlüsselter Kosten). Plan etc. dagegen schon.

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