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06.12.2013

05:01 Uhr

Welthandelsabkommen

Verhandlungen über „Bali-Paket“ in der letzten Runde

In Indonesien verhandeln EU, USA und Indien über das erste größere Abkommen zur Liberalisierung des Welthandels. Wegen einer Bedingung Indiens ohne große Hoffnungen. Nun ist die letzte Verhandlungsrunde gestartet.

Indiens Handelsminister Anand Sharma steht im Zentrum der Verhandlungen. ap

Indiens Handelsminister Anand Sharma steht im Zentrum der Verhandlungen.

Nusa DuaDie Welthandelskonferenz in Bali droht zu scheitern. Am Freitag ging das Tauziehen in die letzte Runde. Doch eine Einigung ist nicht in Sicht, wie Diplomaten eingestanden. Hauptgrund ist ein Streit über Agrarsubventionen. Insbesondere Indien steht einer Vereinbarung auf ein „Bali-Paket“ im Wege.

Das Land pocht darauf, mit staatlichen Hilfen die Versorgung von Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Am Freitag ist der letzte Tag der Bali-Konferenz, bei der es auch um die Zukunft der 1995 gegründeten Welthandelsorganisation (WTO) mit ihren 159 Mitgliedsländern geht.

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Sie wollen es, sie wollen es nicht: Während viele Entwicklungsländer sich für das Bali-Handelspaket aussprechen, bleibt Indien hart – wenn der Welthandel liberalisiert wird, müssten Millionen Menschen hungern.

Die 9. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) auf Bali gilt als letzte Chance, die seit Jahren stagnierende Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels zu retten. Zugleich steht bei den Verhandlungen die Zukunft der WTO selbst auf dem Spiel. Die Konferenz soll spätestens in der Nacht zum Samstag beendet werden.

Die US-Delegation will laut Diplomaten in jedem Fall noch am Freitag nach Singapur weiterreisen. Dort wollen zwölf Staaten Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen für die Transpazifik-Region fortsetzen - unter anderem mit Australien, Japan, Malaysia, Kanada und Mexiko. Mangels Einigung im Rahmen der WTO auf ein globales Vertragswerk streben zahlreiche Länder inzwischen solche regionalen Abkommen zur Förderung ihrer Handelsbeziehungen an.

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