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06.11.2012

00:44 Uhr

Weltkonjunktur

G20-Finanzminister warnen vor verzögertem Schuldenabbau

Auch angesichts nachlassender Weltkonjunktur dürfen die Anstrengungen zum Schuldenabbau nicht nachlassen, fordern die G20-Finanzminister. Berlin und London wollen Steuerschlupflöcher für internationale Konzerne stopfen.

Ziehen an einem Strang: Schäuble und sein Amtskollege Osborne. Reuters

Ziehen an einem Strang: Schäuble und sein Amtskollege Osborne.

Mexiko-StadtMit dem Versprechen, alles für ein gesundes Wachstum der Weltwirtschaft zu tun, ist am Montag in Mexiko-Stadt die Tagung der G20-Finanzminister zu Ende gegangen. „Unser Hauptaugenmerk in der nahen Zukunft wird die Wiederherstellung des Vertrauens und die Verminderung der Risiken in den internationalen Finanzmärkten sein“, hieß es in der Abschlusserklärung des Treffens, an der auch die Notenbankpräsidenten der führenden Industriestaaten und Schwellenländer teilnahmen.

Treffen in Mexiko: G20 besorgt über Finanzlage der USA

Treffen in Mexiko

G20 besorgt über Finanzlage der USA

In Mexiko tagen die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Industrie- und Wachstumsnationen. Der Mix aus drohenden Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in den USA lässt den Rest der Welt unruhig werden.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble bekräftigte nach dem Treffen, ein nachhaltiges Wachstum sei ohne eine Reduzierung der Schulden nicht möglich. Er und Bundesbankchef Jens Weidmann begrüßten es ausdrücklich, dass auch Russland, das im kommenden Jahr die Präsidentschaft in der Staatengruppe innehaben wird, sich für ein Festhalten an der in Toronto vereinbarten Halbierung der Defizite einsetzen will.

Deutschland werde dieses Ziel erreichen und die Eurozone insgesamt ebenfalls, sagte Schäuble. Bei anderen Ländern sei er sich nicht sicher. Die G20 erwarteten, dass sich die USA nach der Präsidentenwahl dieser Frage zuwendeten und alles unternähmen, um die sogenannte Finanzklippe zu „umschiffen“. Bei der Klippe geht es um die in den USA zum Ende des Jahres drohenden Steuererhöhungen bei gleichzeitigen Budgetkürzungen. Die hätte möglicherweise auch schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Auch der Internationale Währungsfonds warnte vor einem Rückfall der US-Wirtschaft in eine Rezession. Weidmann sprach ebenfalls von wirtschaftlichen Unwägbarkeiten, wie der Abschwächung in den Schwellenländern. Konjunkturbremsen seien vor allem die Finanzklippe in den USA und die Verschuldung Japans nach der Fukushima-Katastrophe. Ohne diese Bremsen könne die Konjunktur im kommenden Jahr wieder anziehen, sagte Weidmann.

Internationale Konzerne: G20-Staaten wollen Steuersparmodelle stoppen

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„Wenn wir tatsächlich ein robustes Wachstum wollen, das zwischen den G20-Staaten ausbalanciert ist, brauchen wir solide öffentliche Finanzen auf dem ganzen Planeten, denn ein dauerhaftes Wachstum kann man nicht mit einer Anhäufung von Schulden finanzieren“, sagte Schäuble. Nach seinen Worten sind die Europäer Schritt für Schritt auf dem besten Wege, die Eurokrise in den Griff zu bekommen.

Kommentare (2)

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Eurowahn

06.11.2012, 01:47 Uhr

Herr Münchhausen Schäuble !!! Setzen Sie sich auf ihre Kanonenkugel und lassen Sie sich auf den Mond schießen. Da können Sie zumindest kein Unheil anrichten.
Herr Schäuble hat in der Finanzkrise schon mehr und dreister gelogen als Baron Münchhausen in all seinen Erzählungen. Und so jemand ist deutscher Finanzminister - eine Schande. Mandatsträger haben eine Vorbildfunktions, aber die politische Kaste verkommt immer mehr zu dreisten Lügnern. Die größten Versager sind aber die Medien, die das Volk wider besseren Wissens nicht über die Lügen aufklären.
Ich dachte Herr Schäuble hat mittlerweile schon den Zenit der Lügen erreicht, aber heute setzt er wieder ganz neue Maßstäbe in Sachen Lügen.
Waren die Pleitestaaten wie Griechenland, Portugal, Spanien, Irland etc. - immer nur "Zitat Herr Schäuble" auf einem guten Weg" - so setzt unser Finanzlügenbaron heute noch einen drauf. Die europäischen Staaten sind nicht nur auf einem guten Weg - nein, es ist ja viel beser als geglaubt - mittlerweile sind sie auf dem "BESTEN" Weg ihre Schulden abzubauen. Alle Wirtschaftsdaten sprechen dagegegen. Herr Schäuble wird als der Größte Lügner in die deutsche Geschichte eingehen - versehen mit der Münchhausenmedaille - oder war es doch der Karlspreis in Aachen ??

Account gelöscht!

06.11.2012, 05:10 Uhr

Sparen bedeutet bei Politikern, (im Gegensatz zum Normalbürger, der dann wirklich spart) daß sie die Neuverschuldung jeweils etwas kleiner ausfallen lassen, und klappt das nicht dann wird eben an den Zahlen solange gedreht, daß es irgendwie hinkommt!

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