Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2014

07:09 Uhr

Weltverfolgungsindex 2014

In Nordkorea haben es Christen am schwersten

In keinem anderen Land werden Christen derart stark verfolgt wie in Nordkorea. Das geht aus dem aktuellen Weltverfolgungsindex hervor. Auf den Plätzen folgen Staaten, in denen islamistische Extremisten das Sagen haben.

Millionen Menschen werden mit Gewalt zur Aufgabe ihrer Religion gezwungen. dpa/picture alliance

Millionen Menschen werden mit Gewalt zur Aufgabe ihrer Religion gezwungen.

KelkheimDie Verfolgung von Christen nimmt weltweit zu. Fast 100 Millionen Menschen wurden nach Schätzungen des christlichen Hilfswerks Open Doors im vergangenen Jahr unterdrückt oder mit Gewalt zur Aufgabe ihrer Religion gezwungen. In Nordkorea sind die Repressalien besonders brutal, wie aus dem am Mittwoch in Kelkheim bei Frankfurt veröffentlichten Weltverfolgungsindex 2014 hervorgeht.

Danach führt das kommunistische Land zum zwölften Mal in Folge die Liste der 50 Staaten an, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Dort wird den Angaben zufolge bereits der Besitz einer Bibel mit Todesstrafe oder Arbeitslager für die ganze Familie geahndet.

Auf den Plätzen zwei bis neun folgen Staaten, in denen vor allem islamistische Extremisten die Religionsfreiheit mit Gewalt unterbinden. Besonders zugenommen habe die weltweite Christenverfolgung durch Islamisten in Afrika.

In diesen Staaten werden Christen stark unterdrückt

Platz 1

In Nordkorea sind die Repressalien besonders brutal, wie aus dem Weltverfolgungsindex 2014 hervorgeht.

Platz 2

Direkt hinter Nordkorea rangiert der afrikanische Staat Somalia.

Platz 3

Syrien steht in Sachen Christenverfolgung mittlerweile auf Platz 3 weltweit. Bei der letzten Auswertung rangierte Syrien noch auf Platz 11.

Platz 4 und 5

Auf diesen Plätzen landen die kriegsgedeutelten Irak und Afghanistan.

Platz 6 bis 10

Es folgen Saudi-Arabien (6.), die Malediven (7.), Pakistan (8.), Iran (9.) und Jemen (10).

„Leider finden die unfassbaren Gräueltaten an Christen in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig Beachtung“, sagte der Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode. Er appellierte an Kirchen und Politiker, den millionenfachen Menschenrechtsverletzungen entschiedener als bislang entgegenzutreten.

Mit dem Index erfasst und dokumentiert Open Doors jährlich die Einschränkung der Religionsfreiheit von Christen. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum von November 2012 bis Oktober 2013.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

DerTaoist

08.01.2014, 09:50 Uhr

Wäre an der Zeit, dass die Menschen erkennen, dass nicht ein Gott die Menschen erschuf, sondern die Menschen ihren jeweiligen Gott bzw. Götter. Und dann soll noch einmal jemand erklären, weshalb Religionsfreiheit einen so hohen (Stellen-)Wert in den meisten Rechtssystemen hat, dass Dinge durch diese Religionsfreiheit legitimiert bzw. legalisiert werden, die andernfalls klar verboten wären. Die Welt wäre ohne Religion eine bessere und die Menschen könnten die Zeit, die sie so für ihre Religion aufbringen, weit sinnvoller nutzen, um aus dieser Welt eine bessere zu machen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×