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27.01.2012

18:45 Uhr

Weltwirtschaftsforum

Die guten Unternehmer von Davos

VonTanja Kewes

Sozialunternehmer und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus hat inzwischen viele Nachahmer gefunden, auch in Deutschland. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kann man einigen von ihnen begegnen.

Lange war Muhammad Yunus ein Einzelkämpfer. Inzwischen finden seine Vorstellungen von Sozialunternehmertum jedoch Nachahmer. AFP

Lange war Muhammad Yunus ein Einzelkämpfer. Inzwischen finden seine Vorstellungen von Sozialunternehmertum jedoch Nachahmer.

DavosMuhammad Yunus war lange Zeit ein Einzelkämpfer. Der Gründer und ehemalige Geschäftsführer der Mikrokredite vergebenden Grameen Bank aus Bangladesh war einer der Begründer des Mikrofinanz-Gedankens und erhielt für sein Sozialunternehmertum  im Jahr 2006 den Friedensnobelpreis.

Dieses Jahr ist der inzwischen 72-Jährige in Davos mit dabei. Seine Social-Business fasziniert Konzernchefs und Wissenschaftler - und findet vor allem eines: Nachahmer, auch in Deutschland.

Jürgen Griesbeck gehört dazu. Der 46-Jährige, der dieses Jahr in Davos das erste Mal mit dabei ist und gleich auf einem Podium sprechen darf, ist ein von der Schwab Foundation anerkannter sozialer Unternehmer. Das heißt, sein Unternehmensziel ist es, der Gesellschaft zu helfen.

Seine Firma strebt keine Gewinne an, steht aber wirtschaftlich auf eigenen Füßen. Was und wie er das macht? Mit der deutschen liebsten Sportart Fußball.

So schafft er es seit Jahren erfolgreich, benachteiligte Jugendliche in aller Welt mittels Fußball zum Leben und Arbeiten zu motivieren. Sein Unternehmen Streetfootballworld mit Sitz in Berlin ist ein Hybrid aus gemeinnütziger und privatwirtschaftlicher Gesellschaft und beschäftigt inzwischen 35 Mitarbeiter, überwiegend Akademiker. Der Start gelang mit 90 Prozent öffentlichen Mitteln, inzwischen sind es nur noch fünf Prozent.

Die Einkünfte stammen aus Beratungsleistungen für Konzerne, Vereine oder auch für den Weltfußballverband. So hat er etwa das Fifa-Projekt „Football for Hope“ entwickelt. In solche Social-Responsibility-Projekte investiert der Verband in vier Jahren rund 30 Millionen Dollar. 

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